Verhaftung wegen gekaperten RuneQuest-Accounts
Durch das Kapern der fremden Konten wollte der Beschuldigte offenbar in den Besitz von virtuellem Geld und Gegenständen in dem Spiel gelangen. Diese werden inzwischen auch außerhalb der Online-Plattform gegen reales Geld gehandelt und sind teilweise sehr wertvoll.
Der Mann wird nun wohl zumindest in mehreren Punkten wegen Computerkriminalität angeklagt. Das zuständige Gericht wird aber voraussichtlich auch entscheiden müssen, ob eine Verurteilung wegen weitergehender Straftaten möglich ist - denn auch den Strafbestand des Diebstahls halten Vertreter der Spieleindustrie als auch der Behörden für möglich.
In den Niederlanden hat ein Gericht im vergangenen Jahr bereits einen Präzedenzfall geschaffen, in dem zwei Jugendliche in einem ähnlichen Fall des Diebstahls für schuldig befunden wurden. eine solche Entscheidung steht nach britischem Recht aber noch aus.
"Die Spieler investieren jahrelang Zeit, um ihren Online-Charakter zu entwickeln. Der Diebstahl eines Accounts sollte daher nicht anders bewertet werden, als der Diebstahl einer Spielekonsole, eines Fernsehers oder Autos", meint zumindest Mark Gerhard, Chef des RuneQuest-Betreibers Jagex Games.
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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