Datenschutz: Arzt entsorgt Akten in Müllcontainer

Personen aus der Wirtschaft In Mainz ist es zu einer beachtlichen Verletzung des Datenschutzes gekommen, heißt es auf der 'Webseite' des Landesbeauftragten für den Datenschutz Rheinland-Pfalz. Ein Arzt soll zahlreiche Unterlagen in einen Müllcontainer entsorgt haben. Über den Vorfall beziehungsweise den Fund von zahlreichen Patientenunterlagen im Müllcontainer eines Lebensmittelmarktes in Mainz-Laubenheim wurde das Büro des Landesbeauftragten für den Datenschutz kürzlich unterrichtet. Zu den weggeworfenen Akten sollen unter anderem OP-Berichte und Bilder von Patienten aus der Augenklinik des Universitätsklinikum Mainz gehören.

Möglicherweise wurden diese sensiblen Informationen von einem früheren Arzt der Augenklinik weggeworfen, heißt es dazu. Die Entsorgung von OP-Berichten bestreitet der Mediziner allerdings. Zwischenzeitlich habe er die Unterlagen wieder an sich genommen.

Den genauen Umfang und den Inhalt der betroffenen Unterlagen hat man bisweilen noch nicht konkret erfassen können. Erst wenn diesbezüglich eine Klarheit herrscht, könne man mit einer Bewertung des Vorfalls rechnen. Schon jetzt stehe jedoch fest, dass ein Klärungsbedarf über das Verhalten des Arztes zumindest in berufsrechtlicher, dienstrechtlicher, datenschutzrechtlicher und straf- bzw. bußgeldrechtlicher Sicht bestehe.

In den Augen des Landesbeauftragten für den Datenschutz Rheinland-Pfalz stellt dieser Fall einmal mehr unter Beweis, dass das Datenschutzbewusstsein im Umgang mit persönlichen Daten gestärkt werden müsse.
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