Video- und Audio-Streams regieren das Internet
Ebenfalls überraschend ist das Ergebnis, wonach der Datenaustausch über P2P-Dienste deutlich abgenommen hat. Um die Daten zu sammeln, hat das auf Netzwerk-Management spezialisierte Unternehmen Sandvine den Traffic bei mehr als 20 Providern im Zeitraum vom 1. bis 22. September analysiert. Insgesamt konnte man das Verhalten von rund 24 Millionen Internetnutzern auswerten.
Im Vergleich zum letzten Jahr legten die Video- und Audio-Streams um knapp 14 Prozent zu. Aber auch Speicher- und Backup-Dienste werden beliebter, verursachten sie doch 56 Prozent mehr Datenverkehr als 2008. Auch das Online-Gaming konnte sich mit 50 Prozent deutlich steigern. Der P2P-Traffic konnte zwar ebenfalls zulegen, allerdings nur in einem sehr geringen Maße. Dies führt dazu, dass er nur noch für 20 Prozent des weltweiten Internet-Traffics verantwortlich ist.
Dies liegt vor allem daran, dass die so genannten "Heavy Internet User" nur noch einen kleinen Teil der Internetnutzer ausmachen. Sie verursachen 200 Mal so viel Traffic wie der durchschnittliche Nutzer. Bei ihnen steht das Filesharing mit einem Anteil von 46 Prozent aber weiterhin an erster Stelle.
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Michael Diestelberg
Redakteur bei WinFuture
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