Google: Arbeitsspeicher sind äußerst fehlerhaft

SSD, RAM & Speicher Die Fehlerquote bei Arbeitsspeicher-Bausteinen ist deutlich höher als bisher angenommen. Das fand der Suchmaschinenbetreiber Google in einer zweieinhalb Jahre andauernden Studie heraus. Etwa acht Prozent aller DRAM-Module arbeiten fehlerhaft, so das Ergebnis der Untersuchung. Das ist unabhängig davon, ob es sich um die ältere DDR1-Architektur oder das neuere DDR2 handelt. Auch seitens der verschiedenen Hersteller gibt es kaum Schwankungen bei der Fehlerrate.

Das ist das Ergebnis der Untersuchung, für die Mitarbeiter des Suchmaschinenbetreibers über einen längeren Zeitraum hinweg die Fehlermeldungen tausender Server in seinen Datenzentren protokollierten und analysierten. Oft werden die Probleme auf der Seite des Endnutzers allerdings anderen Faktoren zugeschrieben.

So können die Fehler im Arbeitsspeicher zu Abstürzen oder später nicht mehr lesbaren Dateien führen. Da Computer im Endkundenbereich in der Regel keine tiefgehende Analyse durchführen, werden die Vorfälle in der Regel schlechtem Programm-Code oder dem Prozessor zugeschrieben.

Bei Servern kommen hingegen Technologien zum Einsatz, die Probleme sehr genau zuordnen können. Das ermöglicht es, Fehler in der vom Arbeitsspeicher ausgegebenen Datenstruktur besser zu erkennen und abzufangen.

Einen Faktor konnten die Google-Mitarbeiter als risikosteigernd ausschließen: Die Temperatur im System. Auch wenn die Rechner heiß liefen, stieg die Fehlerquote deutlich weniger an, als erwartet. Insbesondere Nutzer sehr kompakter Notebooks müssen also nicht fürchten, öfter von Problemen betroffen zu sein.
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