Microsoft Research: Konzepte für Multitouch-Mäuse
In einem Video zeigen die Forscher von Microsoft, wie unterschiedlich die Konzepte sind, mit denen sich derartige Produkte realisieren lassen. Zur Demonstration der Multitouch-Bedienung kommen in dem Film in den meisten Fällen Anwendungen zum Einsatz, die für den mit den Fingern zu steuernden Multitouch-Tisch "Surface" geschaffen wurden.
Der erste Ansatz ist die so genannte "Frustrated Totel Internal Reflection" (FTIR) Mouse, bei der das gleichnamige Konzept der internen Reflexion mit einer eingebauten Kamera umgesetzt wird, um die Fingerbewegungen des Nutzers auf der Oberfläche einer gebogenen Acryloberfläche nachzuvollziehen. Auf diese Weise lassen sich Touch-Aktionen sehr zuverlässig erkennen.
Die Orb Mouse hingegen kombiniert eine teilweise lichtdurchlässige Halbkugel mit einer Infrarotkamera, die deren Oberfläche von innen aufnimmt, um Multitouch-Bewegungen zu erkennen. Da die Kugel groß und gleichmäßig ist, kann die ganze Hand als Eingabeobjekt benutzt werden, was zum Beispiel in Spielen hilfreich ist. Außerdem ist die Oberfläche so angenehmer zu berühren und kann komfortabel gehalten werden.
Bei der so genannten Cap Mouse werden Multitouch-Bewegungen mit Hilfe einer unterhalb der Oberfläche angeordneten Vielzahl von kapazitiven Sensor-Elektroden erkannt. Dieses Konzept hat den Vorteil, dass die Maus selbst sehr kompakt gehalten werden kann. Sie kommt außerdem mit wenig Energie aus und ist unempfindlich für sich ändernde Lichtverhältnisse.
Die Side Mouse nutzt ein bekanntes Prinzip. Sie besitzt Sensoren, die die Position der Finger des Anwenders erkennen können, wenn er sie auf einer beliebigen Oberfläche einsetzt. Das Gerät wird unter dem Handballen platziert und ermöglich die Erkennung weit ausladender Multitouch-Aktionen. Prinzipiell können auch mehrere Side Mäuse gleichzeitig eingesetzt werden, der Anwender könnte also zum Beispiel beidhändig arbeiten.
Die Arty Mouse oder auch Articulated Mouse nutzt ein ähnliches Konzept wie die Side Mouse, die Finger werden hier jedoch auf zwei einzeln gelagerten Armen umher bewegt. Sowohl die Basis der Maus, als auch die beiden Arme verfügen jeweils über hochauflösende optische Sensoren, was eine sehr genaue Navigation ermöglicht. Es sind also sehr feine Bewegungen erkenn- und umsetzbar.
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