Microsoft nutzt recyceltes Ozean-Plastik für die Ocean Plastic Mouse

Microsoft hat mit der Ocean Plastic Mouse eine neue Computermaus vorgestellt, die jedoch nicht mit besonderen Funktionen oder einem ungewöhnlichen Design auf sich aufmerksam macht, sondern durch das genutzte Material: Etwa 20 Prozent des Gehäuses bestehen nämlich aus recyceltem Ozean-Plastik, welches vor seiner Verarbeitung aus dem Meer gefischt wurde.

Auch bei der Verpackung verzichtet Microsoft vollständig auf Plastik. Diese besteht stattdessen aus einer Mischung aus recyceltem Holz und Naturfasern aus Zuckerrohr. Im Video sprechen Microsofts Produktdesigner über die Idee zur Entwicklung der Ocean Plastic Mouse und ihre Hoffnung, dass die innovative Idee in Zukunft auch von anderen Unternehmen aufgegriffen wird.

Die Ocean Plastic Mouse verbindet sich via Bluetooth 5.0 mit dem PC, die Stromversorgung erfolgt über eine einzelne AA-Batterie, die dann bis zu zwölf Monate lang Strom liefern soll. Zusätzliche Seitentasten oder ähnliche Extras bietet die Maus hingegen nicht. In Deutschland ist die Maus ab dem 5. Oktober 2021 für 27,99 Euro erhältlich.
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Blöde Frage, aber warum "nur" 20% aus Meeresplastik? Gibt es da Einschränkungen bei der Produktion, oder wird nicht genug Meeresplastik gewonnen? (Hab keine Ahnung von Kunststoffproduktion/Fertigung)
 
@bigspid: ist nur eine Vermutung, aber Tatsache ist, dass Plastik zu recyceln mehr kostet als "neues" Plastik zu verwenden. Um die Kosten der Maus dann akzeptabel für den Enduser zu halten, werden nur 20% genutzt.
 
@einKritischer: Denke auch dass das einsammeln (einschließlich transportieren), reinigen und wiederaufbereiten mehr an neuen Resourcen verschlingt, als man damit einspart. Letztendlich sollte der Abfall trotzdem aus den Meeren geholt werden, kann aber dann nur noch für Produkte, die man aus grobkörnig geschredderten Granulat herstellen kann, verwendet werden.
 
Was ich mich immer Frage, warum kommen jetzt erst die ganzen Unternehmen auf die Nachhaltigkeitsschiene. Jetzt ist plötzlich alles aus Papier oder Holz Herstellbar oder Verpackungsfähig.
Braucht es wirklich erst Jahrzente der Verseuchung zum Umdenken?
Plasik schwimmt nicht erst seit gestern in den Meeren, aber jetzt fängt man an den Produzierten Müll wieder einzusammeln und als ach so tolles inovatives Öko-Produkt zu verkaufen. Heuchler.
 
@Fanta4all: Na, diese Frage könnte man wohl jedem Menschen auf diesem Planeten stellen, das sind bei weitem nicht nur die Unternehmen. Und Heuchler sind für mich die, die sich Umweltschutz auf die Fahne schreiben und dann CO2 Emissionsscheine kaufen und so tun, als würden sie damit was Gutes tun. So einen Scheiß dürfte es gar nicht geben. Wirklich was machen und nicht nur mit Geld un sich werfen.

Und bei vielen Unternehmen ist dat Thema schon lange aktuell. Ich bin jetzt 13 Jahre bei Microsoft und seit mindestens acht oder neun sind wir quasi papierlos, seit gut fünf oder sechs ist der Campus in Redmond weitgehend auf kompostierbare Materialien in allen Restaurants etc. umgestellt, gleichzeitig wird dort z.B. benötigter Salat vor Ort angebaut. Also es ist nicht erst seit gestern, dass da was passiert.
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