AV-Test: Security Essentials fehlt proaktiver Schutz

Microsoft Das Labor "AV-Test" hat das kürzlich auf den Markt gekommene Microsoft Security Essentials hinsichtlich der Schadcode-Erkennung genauer unter die Lupe genommen. Die signaturbasierte Erkennung konnte hierbei überzeugen. Allerdings sei es bei der Menge neu auftauchender Schadsoftware nicht möglich, dem mit Signaturen beizukommen. Insgesamt habe die neue Sicherheitslösung aus dem Hause Microsoft eine zentrale Schwachstelle. Laut den Experten von AV-Test fehlen dem Produkt dynamische und proaktiven Erkennungsmechanismen, die besonders für Internet-Nutzer als wichtig angesehen werden.

Ferner gilt es als äußerst unwahrscheinlich, dass der Microsoft Dynamic Signature Service schnell genug reagieren könnte. Der AV-Test-Geschäftsführer Guido Habicht teilte im Gespräch mit Pressetext mit, dass ein verhaltensbasierter Schutz für die meisten Nutzer dringend erforderlich wäre. Dies fehle jedoch bei Security Essentials von Microsoft, so der Experte. Vergleichbare Kritik äußerte auch schon die Konkurrenz.

Gerhard Göschl, Sicherheitssprecher von Microsoft teilte daraufhin mit, dass die Security Essentials nicht als Standalone-Produkt zu sehen sind. Viel mehr sei diese Anwendung als Teil einer umfassenderen Sicherheitsstrategie mit anderen Programmen zu sehen. Unter anderem gehöre dazu der Windows Defender.

In anderen Bereichen konnte das Produkt die Experten überzeugen. Abgesehen von der guten signaturbasierten Erkennung zeigte man sich im Umgang mit Rootkits beeindruckt. Von über einer halben Million Malware-Samples wurden gut 98 Prozent auf einem Windows XP-Sytem erkannt.
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