Linux-Kernel: Aufnahme der Hyper-V-Treiber unsicher
Bevor die Treiber in den offiziellen Kernel gelangen, verweilen sie im sogenannten Staging-Zweig. An dieser Stelle werden unter anderem die notwendigen Anpassungen getätigt. Momentan finden sich dort auch die unter der GPL-Lizenz veröffentlichten Hyper-V-Treiber von Microsoft wieder. Nach viel Mühen und über 200 Patches ist es den Entwicklern gelungen, den Code an den Kernel anzupassen.
Greg Kroah-Hartman teilte den Stand der Dinge mit und ließ verlauten, dass er vergeblich auf eine Antwort von Microsoft wartet. Sollte er in absehbarer Zeit keine Rückmeldung erhalten, so werde er die Treiber aus dem Kernel 2.6.32 wieder entfernen.
Abgesehen von den Microsoft-Treibern könnten im Hinblick auf das Release dieses Kernels zudem einige weitere Treiber entfernt werden.
Die Virtualisierungsplattform Hyper-V kommt auf dem Windows Server 2008 zum Einsatz. Diese Technologie unterstützt unter anderem Linux als Gastsystem und benötigt für eine entsprechende Optimierung die angesprochenen Treiber.
Rund 20.000 Zeilen Treibercode hat Microsoft im Juli 2009 an die Linux-Gemeinde zu diesem Zweck übergeben.
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