Lizenzierungsprobleme: Steht Skype vor dem Aus?

Internet & Webdienste Der Voice-over-IP-Dienst Skype, der seit dem Jahr 2005 zum Online-Auktionshaus eBay gehört, steht möglicherweise vor dem Aus. Grund sind Lizenzierungsprobleme, welche die Fortführung des Dienstes "ernsthaft bedrohen", meldet iTnews. Vor dem Verkauf an eBay gehörte Skype zu Joltid, welches im Jahr 2001 von den Entwicklern der P2P-Software KaZaA gegründet wurde. Eines der wichtigsten Produkte von Joltid ist "Global Index", welches die Übertragung von Sprache, Video und Chat via P2P ermöglicht und auch in Skype zum Einsatz kommt und von eBay lizenziert wurde.

Wie aus einem Schreiben von eBay an die US-Börsenaufsicht hervorgeht, will Joltid das Abkommen zwischen den beiden Unternehmen auflösen, was zur Folge hätte, dass eBay den Programmcode von Joltid nicht mehr weiter benutzen dürfte und Skype somit möglicherweise einstellen müsste.

Ein Sprecher des Online-Auktionshauses gab sich zwar zuversichtlich, dass man den Rechtsstreit gegen Joltid für sich entscheiden könne, vorsorglich werde man jedoch eine eigene P2P-Software als Grundlage für Skype entwickeln, um Joltid ersetzen zu können, falls man den Rechtsstreit verliert.

"Es wäre allerdings möglich, dass die Entwicklung eines eigenen P2P-Programmes als Grundlage für Skype nicht erfolgreich ist, oder zu einem Verlust von Nutzern führt", so eBay. Auf jeden Fall aber sei die Entwicklung sehr kostspielig. Sollten alle Stricke reißen, würde dies das Aus für Skype in seiner jetzigen Form bedeuten, so eBay weiter.
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