Google enthüllt einst geheime Server-Technologie
Die meisten Firmen setzen in ihren Rechenzentren auf Server von HP, Dell, IBM oder Sun. Google dagegen hat seine eigenen Server entwickelt, von denen mehrere hunderttausend Exemplare das Web-Angebot des Konzerns realisieren. Auf den ersten Blick fällt eine für Server ungewöhnliche Komponente auf, ein kleiner Akku.
Dieser soll die Zeit bis zum Anspringen der Notstromversorgung überbrücken, sollte es einmal zu einem Ausfall kommen. Laut Google ist dies günstiger als eine große, zentrale USV-Anlage, deren Wirkungsgrad durchschnittlich zwischen 92 und 95 Prozent liegt. Mit Hilfe der Akkus kommt Google auf einen Wirkungsgrad von 99,9 Prozent.
Google Server, Quelle: Cnet
Die Server bringt Google in gewöhnlichen Containern unter. In einem Datenzentrum findet man mehrere Container - jeder ist mit 1160 Servern ausgerüstet. Dabei legt das Unternehmen sehr viel Wert auf die Energieeffizienz. Um so mehr Verlustleistung (Wärme) ein Server produziert, desto mehr muss mit Hilfe der Klimatechnik abgeführt werden. Jeder einzelne Container nimmt eine Leistung von bis zu 250 Kilowatt auf.
Die Server selbst sind in 19-Zoll-Racks untergebracht und nehmen zwei Höheneinheiten ein. Grundlage bildet ein Mainboard von Gigabyte. Darauf findet man die unterschiedlichsten Prozessoren, von Intel und von AMD. Zudem sind zwei Festplatten verbaut und es gibt acht Steckplätze für Speicherriegel. Da die Server über ein 12-Volt-Netzteil verfügen, wurde ein Spannungswandler eingebaut, der die für die meisten Komponenten erforderlichen 5 Volt bereitstellt. Auch dies soll im Endeffekt dabei helfen, Kosten zu sparen.
Bislang hatte Google nie über Details zu den verwendeten Servern gesprochen. Das Design stammt von Ben Jai, der über zwei Jahre allein am so genannten "Manhattan Project" gearbeitet hat. Seit 2005 sind die Selbstbau-Server bereits im Einsatz. Sie wurden mehrfach überarbeitet, so dass man inzwischen bereits die siebte Generation in Betrieb hat.
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Michael Diestelberg
Redakteur bei WinFuture
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