Google: Spam-Aufkommen wieder auf altem Niveau
Das geht aus einer Analyse des Suchmaschinenbetreibers Google hervor. Sie basiert auf Messungen des eingehenden Spam-Volumens bei den Benutzern des E-Mail-Dienstes Gmail (Google Mail in Deutschland). Das Angebot besteht inzwischen aus rund 30 Millionen E-Mail-Accounts.
Die Schließung McColos, der einen wesentlichen Bestandteil der Spammer-Infrastruktur war, ließ die Zahl der unerwünschten Werbenachrichten zeitweise auf fast die Hälfte zurückgehen. Nun haben sich die Versender wieder von diesem Rückschlag erholt und intensivieren ihre Bemühungen sogar noch.
Im Durchschnitt legte das Aufkommen seit Jahresbeginn um 1,2 Prozent täglich zu. Solch ein hohes Wachstum wurde seit Anfang 2008 nicht mehr gemessen. "Man kann noch nicht im Detail sagen, in welcher Form die Spammer den McColo-Rückschlag verarbeitet haben, die Daten deuten aber darauf hin, dass ihre Strategie darauf hinausläuft, einen ähnlichen Fall zukünftig zu vermeiden", sagte Amanda Kleha von Googles Sicherheits-Team.
Im Zentrum der neuen Infrastruktur stehen demnach Botnets, die durch ihre dezentrale Struktur deutlich weniger anfällig sind. Um diese weiter auszubauen gibt es laut Google einen Trend, Spams gleich selbst mit Malware auszustatten, die den PC des Empfängers kapern soll.
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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