Forscher: 700x höhere Datendichte für Festplatten

Allerdings ist die magnetische Ausrichtung der Eisenatome so noch nicht für die Speicherung von Daten Nutzbar. Durch das Hinzufügen von Sauerstoff, dessen Atome sich jeweils an einzelne Eisenatome heften, lässt sie sich aber gezielt beeinflussen, fanden die Wissenschaftler heraus.

Bis dies allerdings technisch sinnvoll und wirtschaftlich nutzbar ist, wird noch einige Zeit vergehen. Bislang haben die Physiker keinen Einfluss darauf, auf welche Metallatome sich ein Sauerstoffmolekül setzt. "Prinzipiell ließe sich das mit einem Rastersondenmikroskop steuern", sagte Sebastian Stepanow vom Max-Planck-Institut. Ein Rastersondenmikroskop besitzt eine feine Spitze, die ein Sauerstoffmolekül aufnehmen und gezielt zu einem Eisenatom manövrieren könnte.

Daran arbeiten die Forscher derzeit aber noch nicht. Sie suchen zunächst eine Möglichkeit, mehrere Eisenatome zu einem magnetischen Kollektiv zu verbinden. Denn ein Eisenatom pro Bit ermöglicht zwar den dichtesten Speicher, reicht aber nicht für eine zuverlässige Datenspeicherung. Eine Gruppierung der Eisenatome soll dieses Problem lösen.

Dass genau das Netz aus Eisen und Terephthalsäure einmal in Festplatten Daten speichern wird, ist aber unwahrscheinlich. Immerhin nehmen die winzigen Stabmagnete nur bei knapp 270 Grad Celsius unter Null zuverlässig eine bevorzugte Richtung ein.

"Mit unseren Hybridmaterialien haben wir aber bewiesen, dass es prinzipiell Materialien gibt, die Bits in einzelnen Atomen speichern können", sagte Klaus Kern, der ebenfalls zu dem Team gehört. Jetzt gehe es darum, mit diesem Verständnis Stoffe zu finden, die sich auch für Festplatten im PC eignen.
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