Chinesische Polizei hat US-Blog-Aktivisten verhaftet

Recht, Politik & EU Die chinesische Polizei hat den US-Staatsbürger und Blogger Brian Conley verhaftet. Dieser weilte in Peking, um Proteste von Tibet-Anhängern während der Olympischen Spiele zu dokumentieren. Mit ihm wurden fünf andere Personen festgenommen. Conley arbeitet bereits längere Zeit als professioneller Blogger und berichtet aus verschiedenen Krisengebieten. Zuletzt publizierte er das Video-Blog "Alive in Baghdad", dass wöchentlich Berichte über das alltägliche Leben im Irak während des Kriegszustandes im Lande veröffentlichte.

In China wurde er nun zusammen mit fünf Mitgliedern der Organisation "Students for a Free Tibet" aufgegriffen. Zu der Gruppe gehörte auch der Künstler James Powderly, der Lasershows mit politischen Inhalten verbindet. Dessen Aktionen wollte Conley dokumentieren, sich aber selbst wie auch bei seiner früheren Tätigkeit nicht selbst an solchen beteiligen.

In einem Schnellverfahren wurden die Inhaftierten zu zehn Tagen Gefängnis verurteilt. Die Organisation "Committee to Protect Bloggers", die sich für die Pressefreiheit von Bloggern engagiert, protestierte dagegen. China habe damit seine eigenen Richtlinien für den Umgang mit der ausländischen Presse verletzt.

Die Regierung des Landes hatte Journalisten für die Zeit der Olympischen Spiele Bewegungsfreiheit und freie Berichterstattung zugesichert. Die Polizei wurde beispielsweise offiziell angewiesen, die Arbeit der Presse nicht zu behindern. Allerdings sollten allzu kritische Interviews mit chinesischen Bürgern dann doch unterbunden werden.
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