Olympia-Protest: China blockiert Zugriff auf iTunes

Streaming-Dienste China blockiert nun offenbar auch den Zugang zum iTunes Store von Apple. Zuvor hatten offenbar Teilnehmer der Olympischen Spiele das Benefiz-Album einer Initiative für die Unabhängigkeit Tibets heruntergeladen. Bei dem Album handelt es sich um den Sampler "Songs for Tibet", der von der The Art of Peace Foundation herausgegeben wurde. Er enthält 20 Songs von Künstlern wie Sting, Moby, Suzanne Vega und Alanis Morissette. Die Bereitstellung über den iTunes Store erfolgte am 5. August - drei Tage vor dem Start der Olympischen Spiele in Peking.

Die Stiftung bot den Olympia-Teilnehmern das Album kostenlos an und forderte diese auf, die Titel herunterzuladen und in China als Zeichen ihres Protestes gegen die Tibet-Politik des Landes abzuspielen. Nach Angaben der "Campaign for Tibet" sollen rund 40 Sportler dem Aufruf gefolgt sein.

Seit diesem Montag berichteten iTunes-Nutzer daraufhin von Zugangsproblemen zu der Musik-Plattform. Nach Beschwerden in den Support-Foren Apples teilte das Unternehmen mit: "Von uns geht keine Sperrung des Zugangs zu iTunes aus China aus. Der Zugriff ist in einigen Bereichen des Landes aber eingeschränkt."

In den USA vertreibt die The Art of Peace Foundation das Album kommerziell. Der Erlös soll Gruppen zugute kommen, die sich dem Dalai Lama verbunden fühlen. Dieser strebt eine stärkere Autonomie Tibets von der chinesischen Zentralregierung sowie eine Rückkehr zum früheren klerikal-feudalistischen System in der Region an.
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