Mozilla: Apple verhindert iPhone-Version von Firefox

Browser Apple hat mit der Implementation von Safari auf dem iPhone neue Maßstäbe in Sachen Komfort und leichter Bedienung bei Handy-Browsern gesetzt. Bei Mozilla arbeitet man derzeit ebenfalls an einem eigenen Mobil-Browser, den es aber wohl nie für das iPhone geben wird. Im Gespräch mit dem US-Magazin Wired erklärte John Lilly, CEO von Mozilla, dass man keine Firefox-Variante für Apples Über-Handy entwickeln werde. Hintergrund sind angeblich die von Apple geschaffenen Hürden, die nach Angaben des Unternehmens auf "technische Umstände" zurück zu führen sind.

Statt wirklicher technischer Probleme, stünde jedoch einzig Apples Wunsch im Weg, Außenstehende von einer Beeinflussung des Nutzungserlebnisses beim iPhone abhalten zu wollen, merkte Lilly an. Dies sei eher ein geschäftliches Argument. Mozilla will sich nach Aussage von Lilly lieber wichtigeren Dingen widmen.

Der Mozilla-CEO verwies auf die Mitgliedschaft seines Unternehmens in der LiMo Foundation, die sich die Förderung von Linux auf mobilen Endgeräten zur Aufgabe gemacht hat. Das iPhone habe zwar viel Einfluss auf die Entwicklung von Handys genommen, sei aber insgesamt nicht weit verbreitet. Als Beispiel für ein LiMo-Handy nannte er Motorolas RAZR V2.

Im kommenden Jahr seien weitere solche Geräte zu erwarten, ob diese dann die "Fennec" genannte Mobilversion von Firefox mitbringen werden, bleibt aber abzuwarten. Die Chancen stehen aber gar nicht so schlecht, denn Ende August 2008 soll die erste Alpha-Version veröffentlicht werden.
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