Neue Flash-Chips sollen hunderte Jahre nutzbar sein
Die Entwicklung der neuen Chips erfolgte am National Institute of Advanced Industrial Science and Technology der Universität Tokio. Die Technologie soll vor allem in Bereichen zum Einsatz kommen, in denen Flash-Bausteine für häufige Schreib- und Lesezugriffe genutzt werden. Hier liegt die Lebensdauer herkömmlicher Komponenten oft deutlich unter den rund zehn Jahren, die für herkömmliche Chips angegeben werden.
Nach Angaben der Forscher wird sich die Haltbarkeit von Flash-Komponenten in der nächsten Zeit weiter reduzieren, weil die immer kleineren Strukturbreiten fehleranfälliger werden. Konventionelle Architekturen können Schätzungen zufolge maximal auf 20 Nanometer verkleinert werden. Die neuen ferroelektrischen Chips sollen hingegen auch bei 10-Nanometer-Designs nutzbar sein.
Während herkömmliche Bausteine rund 10.000 Mal neu beschrieben werden können, ist dies bei den in Japan entwickelten Speichern 100 Millionen Mal möglich, hieß es. Um die Lebensdauer zu steigern integrierten die Entwickler außerdem Technologie, die eine gleichmäßige Nutzung aller Speicherzellen garantieren soll.
Außerdem werden defekte Zellen abgeschaltet. So sinkt nach einer längeren Zeit zwar die Speicherkapazität, der Flash-Chip kann aber immer noch genutzt werden. Die neuen ferroelektrischen Module arbeiten bei Schreibvorgängen außerdem mit einer Spannung von unter 6 Volt, herkömmliche Bauelemente benötigen 20 Volt.
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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