Ein Viertel der EU-Haushalte nutzt nur noch Handys

Handys & Smartphones In Europa verzichtet inzwischen rund ein Viertel aller Haushalte auf einen Festnetzanschluss und nutzt ausschließlich Handys für Telefonate. Das ist das Ergebnis einer Studie, die die Europäische Kommission durchführte. Von 27.000 Befragten antworteten 24 Prozent, dass sie nur noch ihr Mobiltelefon benutzen. Besonders hoch ist der Anteil in den neuen, östlichen Mitgliedsstaaten. Hier verzichten bereits 39 Prozent auf einen Festnetzanschluss.

Hintergrund dafür ist die Förderungspolitik der jeweiligen Regierungen. Diese subventionierten lieber neue Mobilfunk-Infrastrukturen, statt größere Geldmengen in die Erneuerung teils maroder Telefonnetze zu stecken. Die Preise für Handy-Telefonate sind so relativ günstig. Am höchsten ist der Anteil allerdings mit 61 Prozent in der Heimat des weltgrößten Handy-Herstellers Nokia: In Finnland.

Die Abkehr der Nutzer vom Festnetz bereitet den großen Telekommunikationskonzernen bereits seit Jahren Probleme. Die Umsätze in dem Bereich brechen weg, die Kundenzahlen sinken stetig. Dies ist ein wesentlicher Grund, für den scharfen Konkurrenzkampf im DSL-Markt: Breitbandige Internet-Anschlüsse sind für viele Unternehmen derzeit die wichtigste Möglichkeit, den Umsatzeinbruch im Festnetz zu kompensieren.
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