Mobile Internet-Nutzung hat Startschwierigkeiten

Ein großes Problem ist die geringe Nutzerfreunlichkeit der Online-Anwendungen auf Handys: Zwei von fünf Befragten sagen, Online-Angebote würden auf Handy-Displays zu klein und zu unübersichtlich dargestellt (39 Prozent). 22 Prozent finden es zu kompliziert, auf Internetseiten per Mobiltelefon zu navigieren.

Heute greifen die Kunden auch mobil vor allem auf klassische Dienste zu, die wenig Verbindungszeit und Datenvolumen kosten: E-Mail (54 Prozent), Nachrichten aus Politik, Wirtschaft, Sport und Gesellschaft (44 Prozent) sowie Wetterinformationen (32 Prozent).

Online-Unterhaltungs- und Web 2.0-Angebote fristen noch ein Schattendasein auf dem Mobiltelefon. Nur 13 Prozent der Nutzer laden per Handy Musik aus dem Netz, neun Prozent laden Videos und besuchen außerdem soziale Netzwerkplattformen wie Facebook und StudiVZ. Ausnahme: Die jungen Kunden. Jeder vierte 14- bis 19-Jährige nutzt Musik- und Videodownloads sowie Social Networks.

Handy-TV wird es den Umfrage-Ergebnissen nach schwer haben: Nur 17 Prozent der Befragten würden es nutzen. Mohr: "Handy-TV wird kommen, aber wohl nur als Nischenanwendung."

Er rät Anbietern von Internet-Diensten für das Handy, die besonderen Möglichkeiten des Handys besser zu nutzen. Navigationsdienste und auf den Aufenthaltsort des Nutzers zugeschnittene Services zum Beispiel stoßen auf Interesse: 70 Prozent aller befragten Internetnutzer würden ihr Handy auch als Navigationsgerät verwenden. Für 42 Prozent wäre es ein Mehrwert, wenn es ihnen anzeigte, wo unterwegs interessante Geschäfte, Gaststätten oder Veranstaltungen zu finden sind.
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