Eee PC: Billig-Laptop soll gegen die GPL verstoßen
Bisher ist es nicht möglich, den Source Code dieser Modifikationen einzusehen. Die GPL lässt Veränderungen zwar zu, allerdings muss im Gegenzug der Quelltext veröffentlicht werden, so dass auch andere Entwickler die Verbesserungen nutzen können. Im Fall von Asus wurde die Oberfläche des Betriebssystems verändert, so dass man als Nutzer schneller auf die 40 vorinstallierten Programme zugreifen kann.
Alle Veränderungen findet man im Kernel-Modul "asus_acpi". Dort wurden auch die Anpassungen für die Hardware des Eee PCs integriert. Zwar stellt Asus eine rund 1,8 Gigabyte große Datei zum Download bereit, die den gesamten Source Code des Betriebssystems enthalten soll, doch schaut man genauer hin, stimmt der Inhalt nicht mit dem ausgelieferten Betriebssystem überein.
Auch abseits der GPL stößt Asus mit seinem Billig-Laptop auf Probleme. Demnach übernimmt das Unternehmen keine Gewährleistung, wenn der Nutzer den Arbeitsspeicher des Geräts selbstständig erweitert hat. Die Garantie-Gesetzgebung der USA besagt, dass der Käufer nicht zur Inanspruchnahme zusätzlicher Dienstleistungen gezwungen werden darf. Da Asus fordert, dass der Eee PC nur durch Asus-Techniker geöffnet werden darf, verstößt man eindeutig gegen dieses Gesetz.
In Deutschland soll der Eee PC ab Dezember für 299 Euro erhältlich sein. In Asien und Nordamerika hat das Gerät bereits einen erfolgreichen Marktstart hinter sich. Es wird erwartet, dass das Mini-Notebook auch hierzulande viele Interessenten finden wird. Beim Online-Einzelhändler Amazon.de kann man den Eee PC bereits vorbestellen.
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Michael Diestelberg
Redakteur bei WinFuture
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