Studie: Spielebranche wird Musikbranche überholen

Wirtschaft & Firmen Laut den Analysten von PriceWaterhouseCoopers wird 2007 in Deutschland erstmals mehr Geld für Spiele als für Musik ausgegeben. In den nächsten fünf Jahren werden die Deutschen weiterhin mehr Geld für Videogames ausgeben, dafür aber weniger Musik kaufen. Die Analysten rechnen damit, dass in diesem Jahr 1,7 Milliarden Euro für Spiele ausgegeben werden, aber nur 1,6 Milliarden Euro für Musik. Man erwartet, dass der Umsatz in den nächsten fünf Jahren jährlich um 6,6 Prozent steigt und damit 2011 die Zwei-Milliarden-Euro-Marke knacken wird.

Die Musikindustrie dagegen muss in den nächsten fünf Jahren mit einem jährlichen Umsatzrückgang von zwei Prozent rechnen. Damit würde man im Jahr 2011 nur noch 1,5 Milliarden Euro erwirtschaften. Obwohl immer mehr Musik über das Internet verkauft werden kann, wird diese Entwicklung die schlechten Offline-Geschäfte nicht ausgleichen können.

Auch der Filmindustrie sagen die Analysten von PriceWaterhouseCoopers gute Zeiten voraus. Der Umsatz wird jährlich um 2,3 Prozent steigen und damit 2011 bei rund drei Milliarden Euro liegen. Auch die Kinobetreiber dürfen sich über mehr Einkünfte freuen, denn die Zahl deutscher Filmproduktionen wird steigen.
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