Musikfirmen wollen mehr Geld von Spieleherstellern

Wirtschaft & Firmen Die Computerspiele-Industrie boomt. Einen gewichtigen Anteil daran haben auch Musik-Games wie "Rock Band" und "Guitar Hero". Angesichts ihrer eigenen Krise will die Musikindustrie nun ein größeres Stück von diesem Kuchen abhaben. Edgar Bronfman, Chef von Warner Music kündigte bereits an, dass man von den "dürftigen" Lizenzen pro Song weg wolle. Er verband dies mit der Warnung, dass sein Unternehmen die Lizenzierung von Musik für die Nutzung in Computerspielen komplett einstellen wird, wenn die Bezahlmodelle nicht geändert werden.

Offenbar hat die Musikindustrie das Umsatzpotenzial von Musikspielen bei der Vertragsunterzeichnung vollständig unterschätzt. Derzeit wird pro genutztem Song und pro Kopie ein kleiner Betrag fällig. Dieser ist weitaus geringer als der Anteil, den beispielsweise Apple nach Verkäufen im iTunes Store überweist.

Zukünftig will sich die Musikindustrie eher an den Lizenzmodellen orientieren, mit denen auch die US-Sportligen die Nutzung von Mannschafts- und Spielernamen in Spielen erlauben. Diese bringen eine Umsatzbeteiligung von bis zu 30 Prozent ein und sind damit ein lukratives Geschäft.
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