Symantec fordert Benachrichtung bei Cookie-Einsatz

Internet & Webdienste Die so genannten Cookies werden von vielen Internetseiten eingesetzt, um zum Beispiel Login-Daten für die zukünftige Nutzung auf dem PC des jeweiligen Besuchers zu speichern - auch bei WinFuture ist dies so. Der Sicherheitsdienstleister Symantec hat nun massive Kritik an der Verwendung von Cookies geäußert. Cookies können auch verwendet werden, um die Aktivitäten der Webseitenbesucher nachzuvollziehen. John Thompson, CEO von Symantec, ist der Meinung, dass die Dateien häufig die Privatsphäre der Anwender verletzen. Das Ganze sei beinahe mit einem Blick in private Schlafzimmer zu vergleichen, sagte er.

Thompson fordert deshalb, dass die Website-Betreiber, deren Angebote mit Cookies arbeiten, zunächst um die Zustimmung des jeweiligen Anwenders bitten sollen, bevor sie mit Hilfe des Browsers Informationen auf dem Rechner des Nutzers ablegen. Oft seien sich die Anwender nämlich nicht bewusst, dass Cookies angelegt werden, wenn sie bestimmte Internetseiten besuchen.

Auch welche Informationen gespeichert werden, um zum Beispiel Werbung auszuliefern, ist meist nicht bekannt. Er habe kein Problem damit, dass auf den Rechnern der Anwender Cookies abgelegt werden, so lange sie zuvor darüber informiert werden, so Thompson weiter. Er fordert deshalb, die Nutzer um ihre Zustimmung zu bitten, bevor ein Cookie gesetzt wird.

Der Symantec-Chef tätigte diese Äußerungen vor Vertretern der Europäischen Union in einem Gespräch über Internetsicherheit und Datenschutz. Er schlug vor, dass sich die EU, wenn man Cookies ebenfalls als problematisch betrachte, gegebenenfalls mit dem Thema befassen sollte. Hintergrund ist die Übernahme des Werbevermarkters DoubleClick durch Google, die bei Datenschützern für Bedenken sorgt.
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