China, Indien und Brasilien sind gegen OpenXML

Internet & Webdienste Bis zum 2. September dürfen die Vollmitglieder der International Organization for Standardization (ISO) darüber abstimmen, ob Microsofts Dokumentenformat Open XML zum ISO-Standard ernannt wird. In der letzten Wochen stimmte Deutschland dafür. Jetzt haben sich China, Indien und Brasilien gegen das Format von Microsoft entschieden. Indien reichte zusätzlich eine Reihe von Kommentaren ein, die Verbesserungen enthalten. Sollten alle diese Punkte bis zur offiziellen Abstimmung berücksichtigt werden, so wird man sich für Open XML entscheiden.

Auch China und Brasilien haben sich gegen Open XML entschieden und gleichzeitig eine Liste mit Verbesserungsvorschlägen eingereicht. Erst im Dezember 2006 wurde das Open-Source-Format ODF als ISO-Standard veröffentlicht. Microsoft will sein eigenes Format in eine ebenbürtige Position bringen, so dass es beispielsweise von Behörden zur Archivierung verwendet werden kann.

Widerspruch gab es zuletzt vom Präsidenten der New Zealand Open Source Society: "Falls OpenXML als ISO-Standard anerkannt wird, werden die IT-Industrie, Behörden und Unternehmen mit einer 6000 Seiten umfassenden Spezifikation konfrontiert, die gewürzt ist mit potenziellen patentrechtlichen Problemen."
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