Machtkampf beim Browser-Hersteller Opera beendet
Da Opera ausschließlich von der Entwicklung von Web-Browsern lebt, sind geringe Marktanteile schlecht für das Geschäft. Nun wird die Führungsriege des Unternehmens umstrukturiert, nachdem es zuvor zu einem Machtkampf zwischen einigen Mitgliedern des Vorstands und Opera-Boss Jon S. von Tetzchner gekommen war.
Fünf der insgesamt sieben Vorstandsmitglieder wurden jetzt auf einem Aktionärstreffen gefeuert, darunter auch der Vorsitzende Nils Foldal. Drei Positionen wurden neu besetzt und die Anzahl der Mitglieder des Vorstands auf jetzt nur noch fünf reduziert. Zuvor hatten die jetzt entlassenen Vorstände versucht, Tetzchner als Firmenchef zu Fall zu bringen.
Jon S. von Tetzchner will trotz der angespannten wirtschaftlichen Lage nicht zurücktreten, ließ er gegenüber norwegischen Medien verlauten. William J. Raduchel, der zuvor in Führungspositionen bei Time Warner und Sun Microsystems aktiv war, wurde als neuer Vorsitzender des Vorstands eingesetzt. Die Aktien von Opera stiegen als Reaktion auf die Umstrukturierung um fast acht Prozent.
Opera gilt als einer der innovativsten Browser. Lange bevor Microsoft und die anderen Konkurrenten ihre Browser mit den Tabs genannten Registerkarten ausstatteten, nahm Opera in dieser Hinsicht eine Vorreiterrolle ein.
Download: Opera 9.21 Final
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