Arbeitsspeicher teurer weil China Schmuggel stoppt
Jetzt scheinen sich die Preise für die aktuellen DDR2-Chips wieder etwas zu erholen, was aber keineswegs auf eine steigende Nachfrage zurückzuführen ist. Die Marktbeobachter von DRAMeXchange teilten mit, dass die Einheitspreise für DDR2-Arbeitsspeichermodule innerhalb von nur wenig mehr als einer Woche um über 20 Prozent gesteigen sind.
Während DDR-Speicher weiter leicht günstiger wurde, wurden DDR2-Module mit Taktraten zwischen 533 und 667 Megahertz laut DRAMeXchange zu um 22,8 und 23,0 Prozent gestiegenen Preisen gehandelt. Ursache ist offenbar nicht nur die Umstellung auf einen geschrumpften Herstellungsprozess.
Als Hauptgrund nennt das Unternehmen das Vorgehen der chinesischen Behörden gegen die unverzollte Einfuhr von RAM-Modulen aus Hong Kong. Normalerweise werden 17 Prozent Aufschlag fällig, den die chinesischen PC-Hersteller häufig umgehen, indem sie die Ware einfach ins Land schmuggeln lassen.
Da China nun verschärft gegen diese Art von Schmuggel vorgeht, müssen die dort ansässigen PC-Produzenten ebenfalls auf dem normalen Markt einkaufen, was jetzt zu dem deutlichen Preisanstieg geführt hat. Ob sich dieser Trend fortsetzt bleibt abzuwarten. Die unter den niedrigen Preisen ächzenden Hersteller dürften sich über die unerwartete Hilfe des chinesischen Zolls sicherlich freuen.
WinFuture Preisvergleich: Preise für DDR2-RAM-Speicher
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