Internet-Betrüger drohen bis zu 101 Jahre Gefängnis
In den USA steht derzeit ein Mann vor Gericht, weil er ein aufwändiges Phishing-System betrieben haben soll. Er wurde nun von den Geschworenen in mehreren Fällen für schuldig befunden. Unter anderem wird ihm neben dem eigentlichen Phishing, Urheberrechtsverletzung, Missbrauch von Kreditkarten, versuchte Belästigung von Zeugen und Betrug angelastet.
Durch die zahlreichen Punkte, in denen der 45-Jährige für schuldig befunden wurde, droht ihm nun ein maximales Strafmaß von 101 Jahren Haft. Das Ausmaß der Strafe muss noch festgelegt werden. Seine Verurteilung ist die erste in einem Geschworenenverfahren, seit in den USA ein spezielles AntiSpam-Gesetz eingeführt wurde.
Der Mann aus Kalifornien hatte gehackte Konten des Providers EarthLink verwendet, um AOL-Kunden mit E-Mails zu bombardieren, in denen er sie zum Aktualisieren ihrer Nutzerdaten aufforderte. Mit Hilfe gefälschter Websites konnte er so an die Kreditkartendaten von unvorsichtigen Surfern gelangen und mit ihnen Einkäufe tätigen.
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