IBM-Mitarbeiter wegen Chat-Abhängigkeit gefeuert?
Er gestand ein, dass er während der Arbeitszeit in Chat-Räumen unterwegs war. Dies soll jedoch auf seine Abhängigkeit von Chat-Räumen zurückzuführen sein, für die er von IBM hätte behandelt werden müssen, da das Unternehmen entsprechende Maßnahmen bei psychischen Problemen in Zusammenhang mit Drogen oder Alkohol anbietet.
IBM will die Einstellung des Verfahrens beantragen. Der Betroffene war 2003 entlassen worden und hatte ein Jahr später schon einmal Klage eingereicht. Nun will er mehr als fünf Millionen US-Dollar als Strafe und Schadenersatz durchsetzen. Seiner Auffassung nach war sein Verhalten eine Art Selbstmedikation.
Er wollte nach eigenen Angaben durch seine Aufenthalte in Online-Chats eine posttraumatische Belastungsstörung behandeln, die er während seiner Teilnahme am Vietnam-Krieg erlitten hatte. Als ein Vorgesetzter auf sein etwas seltsames Verhalten aufmerksam wurde, kündigte IBM das Arbeitsverhältnis.
IBM selbst gibt an, dass man den Mann nicht wegen seiner Aufenthalte in Chat-Räumen gefeuert habe, sondern weil er Webseiten mit pornographischen Inhalten von einem Computer des Unternehmens aus besucht hatte. In Kurznachrichten, die über die betroffene Homepage versendet wurden, fanden sich weiterhin Hinweise auf sexuelle Handlungen, was letztendlich zur Kündigung geführt habe.
Der Konzern teilte weiterhin mit, dass man zwar Programme für Mitarbeiter mit psychischen Problemen anbietet, aber nichts von der angeblichen Krankheit des Klägers gewusst hat. Der Mann sei auf Basis legitimer, geschäftlicher Gründe entlassen worden, hieß es.
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