Erst kein Glück, dann kam Pech dazu:
Blue-Origin-Start verschoben
Explosion, schlechtes Wetter und nun noch Sturzfluten: Blue Origin kämpft beim Wiederaufbau der beschädigten Startanlage mit Hindernissen. Das Unternehmen verschiebt den Start der 98 Meter hohen New-Glenn-Rakete nun auf Januar 2027.
Ein fehlerhaftes Ventil hatte die Explosion ausgelöst und schwere Schäden an der Startrampe in Cape Canaveral im US-Bundesstaat Florida verursacht. Unternehmenschef Dave Limp teilte den Mitarbeitern am Mittwoch in einem internen Schreiben mit, der Wiederaufbau sei äußerst komplex. Unwetter im Sommer hätten die Arbeiten zusätzlich erschwert.
Bezos investierte weitere 1,78 Milliarden Euro. Damit summieren sich seine Investitionen seit der Gründung im Jahr 2000 auf knapp 24,9 Milliarden Euro.
Unter Limp hat Blue Origin seine Strategie geändert. Das Unternehmen stellte den Weltraumtourismus ein, um sich auf den Aufbau eines eigenen Satellitennetzwerks für Breitband-Internet zu konzentrieren.
Zu den wichtigsten Vorhaben zählt zudem ein NASA-Auftrag im Wert von etwa 3,02 Milliarden Euro zur Entwicklung einer Mondlandefähre für das Artemis-Programm. Amazon hat außerdem 24 Raketenstarts für den Aufbau einer eigenen Satellitenkonstellation gebucht.
Limp betonte trotz der Verschiebung, die Reparaturarbeiten hätten beachtliche Fortschritte gemacht. Ein Analyst von Capstone hält die Verzögerung angesichts des Ausmaßes der Explosion für unvermeidlich. Ein möglicher Börsengang liegt nach früheren Aussagen von Bezos noch mehrere Jahre in der Zukunft, auch wenn die finanzielle Perspektive inzwischen klarer sei.
Glaubt ihr, dass Blue Origin den Rückstand auf SpaceX noch aufholen kann? Teilt eure Einschätzung zu den Plänen von Jeff Bezos mit uns und diskutiert das Thema in den Kommentaren!
Siehe auch:
- Blue Origin verschiebt den nächsten New-Glenn-Start auf Januar 2027
- Eine schwere Testexplosion im Mai beschädigte die Startrampe enorm
- Wiederaufbau und Unwetter bremsen die Arbeiten in Cape Canaveral aus
- Erstmals sicherte sich das Unternehmen externes Kapital in Milliardenhöhe
- Der Weltraumtourismus weicht dem Fokus auf das eigene Satellitennetz
- Amazon buchte bei der Raumfahrtfirma 24 Starts für eigene Satelliten
Explosion verzögert Raketenstart
Jeff Bezos Raumfahrtunternehmen Blue Origin hat den nächsten Start seiner 98 Meter hohen New-Glenn-Rakete auf Januar 2027 verschoben. Grund sind Verzögerungen nach einer schweren Explosion bei einem Bodentest im Mai. Ursprünglich sollte die Trägerrakete noch in diesem Jahr abheben.Ein fehlerhaftes Ventil hatte die Explosion ausgelöst und schwere Schäden an der Startrampe in Cape Canaveral im US-Bundesstaat Florida verursacht. Unternehmenschef Dave Limp teilte den Mitarbeitern am Mittwoch in einem internen Schreiben mit, der Wiederaufbau sei äußerst komplex. Unwetter im Sommer hätten die Arbeiten zusätzlich erschwert.
Investitionen in Milliardenhöhe
Zuletzt gab es in der Region Sturzfluten, die weitere Verzögerungen verursachen dürften. Die Wiederaufnahme des Flugbetriebs bleibe oberste Priorität. Mit der Verschiebung verzögert sich der im Wettbewerb mit SpaceX erwartete Flug erneut, wie Bloomberg berichtet. Blue Origin sammelte in diesem Jahr erstmals externes Kapital ein: 8,88 Milliarden Euro bei einer Unternehmensbewertung von gut 124 Milliarden Euro.Bezos investierte weitere 1,78 Milliarden Euro. Damit summieren sich seine Investitionen seit der Gründung im Jahr 2000 auf knapp 24,9 Milliarden Euro.
Unter Limp hat Blue Origin seine Strategie geändert. Das Unternehmen stellte den Weltraumtourismus ein, um sich auf den Aufbau eines eigenen Satellitennetzwerks für Breitband-Internet zu konzentrieren.
Zu den wichtigsten Vorhaben zählt zudem ein NASA-Auftrag im Wert von etwa 3,02 Milliarden Euro zur Entwicklung einer Mondlandefähre für das Artemis-Programm. Amazon hat außerdem 24 Raketenstarts für den Aufbau einer eigenen Satellitenkonstellation gebucht.
Hohe Startfrequenz als Ziel
Bislang ist Amazon bei seinen Satellitenmissionen auf Anbieter wie SpaceX und die United Launch Alliance angewiesen. Blue Origin plante für dieses Jahr ursprünglich zwölf New-Glenn-Flüge. Bei der US-Luftfahrtbehörde FAA bemüht sich das Unternehmen um eine Genehmigung für bis zu 50 Starts pro Jahr von der Anlage in Florida.New Glenn: Fünf wichtige Stationen bis zur Explosion
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2024
27. DezemberNew Glenn absolviert ihren ersten Triebwerkstest auf der Startrampe in Cape Canaveral. Am selben Tag erteilt die US-Luftfahrtbehörde FAA die Startgenehmigung.
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2025
16. JanuarBeim Erstflug erreicht die Rakete die vorgesehene Erdumlaufbahn. Die geplante Landung der ersten Stufe auf dem Bergungsschiff "Jacklyn" misslingt.
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2025
13. NovemberBeim zweiten Flug bringt New Glenn die beiden NASA-Raumsonden der Mission ESCAPADE ins All. Erstmals landet die erste Stufe erfolgreich auf "Jacklyn" im Atlantik.
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2026
19. AprilBeim dritten Flug wird erstmals eine bereits geflogene Erststufe eingesetzt und erneut erfolgreich gelandet. Der Kommunikationssatellit BlueBird 7 gelangt jedoch wegen eines Problems mit der Oberstufe in eine falsche Umlaufbahn.
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2026
28. MaiEine New Glenn explodiert bei einem Triebwerkstest auf der Startrampe in Cape Canaveral. Die Rakete wird zerstört, die Startanlage schwer beschädigt. Der für Anfang Juni vorgesehene vierte Flug fällt aus.
Limp betonte trotz der Verschiebung, die Reparaturarbeiten hätten beachtliche Fortschritte gemacht. Ein Analyst von Capstone hält die Verzögerung angesichts des Ausmaßes der Explosion für unvermeidlich. Ein möglicher Börsengang liegt nach früheren Aussagen von Bezos noch mehrere Jahre in der Zukunft, auch wenn die finanzielle Perspektive inzwischen klarer sei.
Glaubt ihr, dass Blue Origin den Rückstand auf SpaceX noch aufholen kann? Teilt eure Einschätzung zu den Plänen von Jeff Bezos mit uns und diskutiert das Thema in den Kommentaren!
Siehe auch:
- Blue Origin-Rakete New Glenn erfolgreich gestartet, erreicht Orbit
- Start abgesagt: Blue Origins New Glenn bleibt bis auf Weiteres am Boden
- Blue Origin wagt Großes: New Glenn-Rakete vor Jungfernflug
- Blue Origin gelingt als zweitem Raketenunternehmen Booster-Landung
- Wer hat die größere? Blue Origin schlägt SpaceX mit neuer Rakete
Nadine DresslerRedakteurin für Windows & Netzwerke
Seit 2001 im Journalismus, klassisch ausgebildet, Autorin eines Windows-Buches. Ihre Themen reichen von Insider-Builds über die FritzBox bis zu DSL und Starlink.
Videos zum Thema SpaceX
- Video von Blue Ghost: Erstmals wurde eine Mondlandung in HD gefilmt
- SpaceX zeigt spektakuläres "kinoreifes" Video von Starship-Flug 6
- NASA-Video zeigt Blick auf den Starship-Start von der ISS
- Drohne filmt spektakuläre Explosion der Nebula-1-Rakete bei Landung
- SpaceX in sehenswertem Video: Sind für zweiten Starship-Start bereit
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