IBM will das Internet in eine 3D-Welt verwandeln

Internet & Webdienste IBM kam in der Geschichte des Internets schon öfter eine Vorreiterrolle zu. Nun will das Unternehmen neue Innovationen schaffen und fördern, weshalb man eine Initiative mit dem passenden Namen InnovationJam gegründet hat, die mit 100 Millionen US-Dollar finanziert werden soll. Im Rahmen der Initiative sollen 10 Projekte gefördert werden, die unter anderem neue Web-Technologien, Firmen-Werkzeuge und die Darstellung der Berechnungen von Supercomputern in grafischer Form erforschen. Weitere Projekte arbeiten an Prozessoren von Spielkonsolen im Stil der Xbox 360 und PlayStation 3.

Eines der Vorhaben ist jedoch besonders interessant. Ein Teil der Forschungsgelder wird für ein Vorhaben aufgewendet, das laut IBM eine Art "3D-Internet" schaffen soll. Dabei will man virtuelle Welten kreieren, die sowohl von Privatkunden, als auch den Mitarbeitern von Firmen und den Unternehmen selbst genutzt werden können.

Bisher gibt es bereits ähnliche Ansätze. Bei "Second Life" haben zahlreiche Firmen eigene Repräsentanzen eröffnet und halten auf diesem Wege unter anderem auch Konferenzen ab. IBM will jedoch nicht auf dieses Angebot setzen, sondern eine eigene 3D-Welt als Open-Source-Projekt realisieren.

Darüber hinaus will das Unternehmen auch ein firmeneigenes Intranet in 3D einführen, so dass Mitarbeiter dort aufeinander treffen können, um vertrauliche Informationen zu besprechen. Das ultimative Ziel ist jedoch eine dreidimensionale Online-Welt, in der die Nutzer übergangslos zwischen Shopping-, Regierungs- und Bildungsangeboten wechseln können und so Informationen abrufen. Das Ganze soll letztendlich ebenso alltäglich werden, wie die heutigen Methoden auf das Internet zuzugreifen.
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