China mit Identifikationssystem für Online-Spieler

Internet & Webdienste Laut eines Berichts der chinesischen Zeitung Beijing Daily Messenger plant die Regierung des Landes die Einführung eines Identifikationssystems für Online-Spieler. Es hieß, dass ab Juni verbindliche persönliche Daten eingegeben werden müssen. Die Verantwortlichen ergreifen diese Maßnahmen angeblich, weil sich dadurch eine lückenlose Dokumentation der Spielgewohnheiten der Jugendlichen gewährleisten lässt, so dass Diese für die Eltern nachvollziehbar werden. Um spielen zu können, muss man die Personalausweisnummer angeben, heisst es weiterhin.

Über ein Online-System können die Eltern dann überprüfen, was ihre Kinder gespielt haben und ob sie sich gerade im Internet bewegen. Eine Sicherheitsbehörde soll die Echtheit der angegeben Daten verifizieren. Sobald gefälschte Informationen nachgewiesen werden, erfolgt nach Angaben der Zeitung eine Löschung der Spielstände.

Die Regelung ist nur die Neueste einer Reihe von Maßnahmen der Gesetzgeber, die den Computerspiel-Konsum der Jugend einschränken sollen. Im letzten Jahr hatten die Behörden eine Zeitbegrenzung für Online-Spiele eingeführt, bei der man automatisch ausgeloggt wird, sobald eine festgelegte Spieldauer überschritten wird.

Statistiken des zuständigen China Internet Network Information Center zeigen, dass es Ende 2005 rund 111 Millionen Internet-Nutzer gab, von denen mehr als 20 Millionen auch über das Netz spielten. Kritiker haben mittlerweile anmerken lassen, dass ein ID-System für Online-Spieler ein mögliches Sicherheitsrisiko darstellen kann, da über bestimmte Programme wichtige persönliche Daten gestohlen werden könnten.
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