AMD: Angeblich Intel-Büros in Südkorea durchsucht

Wirtschaft & Firmen Advanced Micro Devices (AMD) hat in einer scharf formulierten Pressemitteilung verlauten lassen, dass die südkoreanische Polizei Büros des Konkurrenten Intel durchsucht habe. Die Durchsuchung sei Teil des Monopolverfahrens, das AMD vor einigen Monaten gegen den grossen Konkurrenten angestrengt hat. Weiter hieß es, dass die Wettbewerbskommission des asiatischen Landes die Durchsuchungen ausgeführt habe, weil man derzeit die Verbindungen von Intel zu vier südkoreanischen PC-Herstellern untersuche. Intel hingegen beschrieb das Vorgehen der Polizei jedoch ganz anders. Man habe zwar Besuch von Mitarbeitern der Wettbewerbsaufsicht bekommen, diesen jedoch als "abendliche Durchsuchung" zu bezeichnen, sei eine Falschinterpretation.

AMD hatte im Juni vor einem US-Bundesgericht Beschwerde wegen Intels angeblicher Monopolstellung eingereicht. Darin warf man Intel vor, sich unter Nutzung von Zwangsmitteln und illegalen Zahlungen an PC-Hersteller und Vertriebsfirmen unberechtigterweise eine Vormachtstellung sichern zu wollen.

Bei AMD ist man der Überzeugung, dass Intels wettbewerbshindernde Handlungen zu einer künstlichen Beschränkung der Nachfrage der eigenen Produkte führt und so eine bessere Stellung im PC-Markt verhindert. Seitdem die Klage eingereicht wurde, konnte das Unternehmen seinen Marktanteil bei x86-CPUs auf mehr als 21 Prozent steigern. In den USA hat AMD inzwischen sogar den grossen Konkurrenten beim Verkauf von PCs an Endkunden überholt.
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