Filmlobbyisten fertigten angeblich illegal Kopien

Internet & Webdienste Seit Jahren versucht die US-Filmlobby "Raubkopierern" das Handwerk zu legen, doch nun sind sie selbst von diesem Vorwurf betroffen. Die Motion Picture Association of America (MPAA) hat zugegeben, von dem Dokumentarfilm «This Film Is Not Yet Rated» («Dieser Film hat noch keine Altersfreigabe») Raubkopien angefertigt zu haben. Dieser beschäftigt sich kritisch mit dem Altersfreigabe-System der USA. Der Produzent Kirby Dick selbst hatte den Film eingeschickt um eine Altersfreigabe für diesen zu erlangen und zugleich per E-Mail darauf bestanden, dass keine Kopien angefertigt werden.

Heute sollte der Film erstmals auf dem Sundance Film Festival in Los Angeles der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Vor einigen Tagen erfuhr Dick von Mitarbeitern der MPAA, dass bereits Kopien des Films existieren. Laut der «Los Angeles Times» habe man Kopien angefertigt, weil der Film Auswirkungen auf die eigenen Mitarbeiter habe, so MPAA-Vize-Chef Kori Bernards. Der Filmemacher hätte Mitarbeiter ausgespäht, deren Müll durchsucht und sie gefilmt wie sie ihre Kinder zur Schule brachten.

Dicks Anwalt Michael Donaldson hat trotzdem kein Verständnis für so viele Kopien und forderte deshalb die MPAA auf, alle existierenden Kopien sofort zurückzugeben. Gerade die MPAA gehe hart gegen so genannte Raubkopierer und Tauschbörsen im Internet vor, so Donaldson. Weiterhin kündigte er an, möglicherweise gerichtlich gegen den Verband vorzugehen.

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