RIAA-Chef hält Spyware und Rootkits für normal

Internet & Webdienste Der Präsident der Recording Industrie Association of Ameria, Cary Sherman, hält Sony BMGs Verwendung von Spyware und Rootkits für legitim. Für ihn ist es eine übliche Maßnahme, die auch von zahlreichen anderen Firmen ständig genutzt werde. Seiner Meinung nach haben Musikfirmen die gleichen Rechte wie Film- oder Software-Schmieden. Es sei nichts ungewöhnliches dabei, wenn Software und Technologie dazu verwendet werden, geistiges Eigentum zu schützen. Man könne keine zusätzlichen Kopien von Windows oder jeder anderen Software erstellen - warum sollte dies bei CDs also anders sein.

Das einzige Problem, was er bei Sony BMGs Kopierschutzmaßnahmen sieht, seien die Sicherheitslücken der Software. Sony sei mit den aufgetretenen Problemen allerdings gut umgegangen, indem man von der Verwendung des Schutzes abgesehen habe. Die Plattenfirma hat sich laut Sherman ausreichend entschuldigt und mit dem Rückruf der betroffenen CDs und dem Produktionsstopp von weiteren Medien mit der umstrittenen Software der Situation entsprechend reagiert.

Er sagte weiterhin, dass Sony verantwortungsvoll gehandelt habe und fragte sich, wie oft eine Softwareapplikation ähnliche Probleme verursacht habe. Die Hersteller hätten weniger stark durchgegriffen und häufig wird nur ein Patch über das Internet veröffentlicht, anstatt das Produkt vom Markt zu nehmen - man könnte meinen, dass Sherman nicht sonderlich viel über Software sowie deren Entwicklung und Vertriebswege weiss.

Eine Abschrift des Interviews in dem er sich so äusserte, lässt sich hier einsehen.
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