WinFuture.de Software-Test: Miranda IM
Sie wollen sich zwischendurch mit Freunden über das Internet unterhalten, benötigen aber nur grundlegende Funktionen? Für diese Aufgabe ist Miranda, der Instant Messenger schlechthin, bestens geeignet.Allgemein
Sein schlichtes Design überzeugt bereits beim ersten Hinblick und bietet eine derudimentäre Umgebung, um über die Protokolle Yahoo, MSN, Jabber, IRC, ICQ und AIM zu kommunizieren. Das kleine Status-Fenster zeigt die im Moment angemeldeten Nutzer an und erlaubt, die Status für die verschiedenen Protokolle zu setzen. Über das Menü, das durch die Miranda-Krone gekennzeichnet ist, können neue Kontakte gesucht und das eigene Profil bearbeitet werden. Auch in Punkto Konfigurationsvielfalt zeigt sich Miranda von seiner besten Seite: Von Einstellungen der Anzeige bis hin zur Justierung der einzelnen Netzwerke - sogar Tastenkombinationen können definiert werden.
Der eigentliche Chat
Um mit einem Kontakt plaudern (to chat) zu können, ist ein Doppelklick auf einen Eintrag in der Freunde-Liste notwendig. Nun wird das eigentliche Chat-Fenster aufgerufen. Während die große Textbox den Verlauf des bisherigen Chats anzeigt, können darunter, in einer Zeile, die Nachrichten eingegeben werden. Durch die Eingabe-Taste wird die Mitteilung abgesendet und erscheint kurz darauf im oberen Feld. Ein Umbruch, den man in der Regel mit der Eingabe-Taste erzeugt, kann in Miranda durch gedrückt Halten der Steuerungs-Taste und nochmaligen Betätigens mit der Eingabe-Taste hervorgerufen werden. Aber nicht nur ein Gespräch kann geführt werden, auch das direkte Versenden von Dateien und langen Internet-Adressen oder das Einsehen eines Profils ist möglich. Darüber hinaus kann man sich die Abwesendheits-Nachricht des anderen Chat-Teilnehmers und die Chat-History ansehen. Ein weiterer Indikator für die Simplizität Mirandas ist, dass die Entwickler auf optionale Funktionen wie die Textformatierung verzichtet haben.
Ein Element, das Miranda auszeichnet, ist die grenzenlose Erweiterbarkeit. Inzwischen stehen über 400 Plugins zum Download bereit. So können Anwender, die weitaus mehr Funktionen benötigen, die Möglichkeiten des Messengers entscheidend aufwerten und individuell gestalten. Miranda-Fans wissen auch zu schätzen, dass das Tool ebenso ohne Installation gestartet werden kann. Folglich kann man das Programm auch direkt von USB-Sticks oder sonstigen Wechseldatenträgern aus nutzen.
Support
Da Miranda kostenlos erhältlich ist, fallen für den Support keinerlei Kosten an. Neben der FAQ werden außerdem zahlreiche KB-Artikel angeboten. Falls ein Fehler während der Benutzung von Miranda auftreten sollte, kann ein Bericht an die Entwickler gesendet werden. Für den Fall, dass weder in der Online-Hilfe, noch in den KB-Artikeln Lösungen für Ihr Problem vorhanden sein sollten, können Sie sich an das Support-Forum, in dem Sie klassifizierte Hilfe auch von anderen Nutzern bekommen, wenden.
Wem die Installation von Plugins zu mühsam ist, wird mit Gaim sicherlich eine gute Wahl treffen. Auch hier wurde wie in Miranda auf überladene und bunte Oberflächen verzichtet, wogegen Smilies und weitere, nicht unbedingt benötigte Features zum Funktionsumfang gehören. Den Erwartungen entsprechend ist die Unterstützung der Protokolle AIM/ICQ, Gadu-Gadu, Group Wise, IRC, Jabber, MSN, Napster, SILC und Yahoo gegeben.Download Miranda IM - Kostenloser Multi-Messenger
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Sebastian Kuhbach
Redakteur bei WinFuture
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