RIAA verklagt Nutzer von US-Forschungsnetz

Hardware Die RIAA hatte erst kürzlich hunderte Studenten amerikanischer Universitäten verklagt, weil diese das so genannte Internet2, das Hochgeschwindigkeitsnetzwerk, das die Unis verbindet, zum Tauschen von urheberrechtlich geschützten Inhalten verwenden. Unter anderem war Klage gegen 25 Stundenten der Universität von Massachusetts und zahlreicher anderer Schulen eingereicht worden.

Nun hat der Präsident der Vereinigung der Musikindustrie verlauten lassen, dass man nicht den vollen Gerichtsweg gehen will. Als Grund dafür gab er an, dass das Problem nicht die einzelnen Sharer seien und das Verklagen von Einzelpersonen das Problem nicht lösen könne.

Die RIAA will die Namen der betroffenen Studenten nicht veröffentlichen, man habe aber laut Cary Sherman, dem Chef der Vereinigung, cirka 140 Universitäten über die illegalen Aktivitäten in ihrem Bereich aufmerksam gemacht und behalte sich das Recht vor gegen zukünftige Rechtsverstösse gerichtlich vorzugehen.

Das "Internet2" wurde ursprünglich erschaffen, um den Universitäten, die im Rahmen ihrer Projekte oft riesige Datenmengen übertragen müssen, eine Plattform zu bieten. Durch die hohe Geschwindigkeit des Netzwerk ist es allerdings ebenfalls möglich Filme von mehreren hundert Megabyte Grösse innerhalb von Sekunden zu transferieren.
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