Die Welt verliert Kampf gegen Erderwärmung, und das liegt an den USA
Die Bemühungen gegen den Klimawandel geraten ins Stocken. Obwohl viele Länder ihre Treibhausgasemissionen senken konnten, verzeichnet mit den USA ein großes Industrieland einen deutlichen Anstieg und gefährdet damit die globalen Temperaturziele.
Die 124 Staaten, die im vergangenen Jahr einen Emissionsanstieg verzeichneten, stießen zusammen 189 Millionen Tonnen Kohlendioxid zusätzlich aus. Das bedeutet, dass etwa 70 Prozent dieses Zuwachses allein auf das Konto der USA gehen. Infografik: Deutsche Treibhausgasemissionen wurden seit 1990 fast halbiert
Der Anstieg ist allerdings nur teilweise der Klimapolitik der Trump-Regierung zuzuschreiben, denn zu den Ursachen zählen auch ein kalter Winter in Nordamerika, der den Heizbedarf steigerte, sowie ein steigender Strombedarf durch den schnellen Bau von Rechenzentren für Künstliche Intelligenz. Unschuldig ist Trump aber nicht, ganz im Gegenteil. Denn politische Entscheidungen der US-Regierung führten u. a. zu einer längeren Laufzeit von Kohlekraftwerken und dem Abbau von Förderungen für Windenergie und Solarenergie.
Wie der am Mittwoch veröffentlichte Emissions Gap Report 2026 ausführt, wirkt sich die US-Politik auch auf die globalen Klimaprognosen aus. Demnach wird sich die Erde bis zum Jahr 2100 voraussichtlich um 2,6 Grad Celsius gegenüber der vorindustriellen Zeit erwärmen, sofern alle Länder ihre bisherigen Zusagen einhalten. Die Prognose fällt damit noch einmal höher aus als im Vorjahr.
Die Verantwortlichen hoffen nun, die Erwärmung auf 1,8 Grad Celsius zu begrenzen und später Kohlendioxid aus der Atmosphäre zu entfernen, um die Temperaturen wieder zu senken. Der Bericht warnt bei einem Verfehlen der Ziele vor katastrophalen Folgen wie einem massiven Anstieg des Meeresspiegels sowie einem Massensterben von Tierarten und Pflanzenarten. Die verschlechterten Prognosen führt der Bericht teilweise auf den formellen Rückzug der USA aus dem Pariser Klimaabkommen zurück.
Um die Überschreitung des 1,5-Grad-Ziels möglichst gering zu halten und die Temperaturen bis Ende des Jahrhunderts wieder Richtung 1,5 Grad zu senken, müssten die weltweiten Emissionen laut den Berechnungen bis 2035 um 45 Prozent sinken. Das entspräche einer jährlichen Reduktion von etwa sechs Prozent. Zum Vergleich: Ein Rückgang in dieser Größenordnung wurde zuletzt im Jahr 2020 erreicht, als die globale Pandemie große Teile der Wirtschaft lahmlegte.
Wie bewertet ihr die aktuellen Entwicklungen in der Klimapolitik? Glaubt ihr, dass die Reduktionsziele noch erreichbar sind? Teilt eure Meinung in den Kommentaren!
Siehe auch:
- Als einziger G20-Staat verzeichneten die USA einen drastischen Zuwachs
- Rund 70 Prozent des weltweiten Emissionsanstiegs gehen auf das US-Konto
- Kalter Winter und Rechenzentren für KI ließen den Strombedarf steigen
- Längere Kohlelaufzeiten und Subventionsabbau treiben die Werte hoch
- Der neue Emissions Gap Report hält das 1,5-Grad-Ziel für unerreichbar
- Ohne neue Maßnahmen droht bis 2100 ein Temperaturplus von 2,8 Grad Celsius
USA treiben weltweiten Anstieg an
Am Mittwoch veröffentlichte Daten zeigen, dass sich das Wachstum der Treibhausgasemissionen in den G20-Staaten im Jahr 2025 insgesamt verlangsamt hat. Die Schuldfrage ist in diesem Fall recht einfach zu beantworten: Die USA weisen nämlich als einziges Land der Gruppe der Zwanzig einen drastischen Zuwachs an klimaschädlichen Abgasen auf. Während die Europäische Union ihre Emissionen durch Investitionen in erneuerbare Energien reduzierte, stieg der Ausstoß in den USA um 133 Megatonnen Kohlendioxid-Äquivalent an.Die 124 Staaten, die im vergangenen Jahr einen Emissionsanstieg verzeichneten, stießen zusammen 189 Millionen Tonnen Kohlendioxid zusätzlich aus. Das bedeutet, dass etwa 70 Prozent dieses Zuwachses allein auf das Konto der USA gehen. Infografik: Deutsche Treibhausgasemissionen wurden seit 1990 fast halbiert
Der Anstieg ist allerdings nur teilweise der Klimapolitik der Trump-Regierung zuzuschreiben, denn zu den Ursachen zählen auch ein kalter Winter in Nordamerika, der den Heizbedarf steigerte, sowie ein steigender Strombedarf durch den schnellen Bau von Rechenzentren für Künstliche Intelligenz. Unschuldig ist Trump aber nicht, ganz im Gegenteil. Denn politische Entscheidungen der US-Regierung führten u. a. zu einer längeren Laufzeit von Kohlekraftwerken und dem Abbau von Förderungen für Windenergie und Solarenergie.
Wie der am Mittwoch veröffentlichte Emissions Gap Report 2026 ausführt, wirkt sich die US-Politik auch auf die globalen Klimaprognosen aus. Demnach wird sich die Erde bis zum Jahr 2100 voraussichtlich um 2,6 Grad Celsius gegenüber der vorindustriellen Zeit erwärmen, sofern alle Länder ihre bisherigen Zusagen einhalten. Die Prognose fällt damit noch einmal höher aus als im Vorjahr.
Folgen für das globale Klima
Sollte die Welt jedoch auf dem aktuellen Pfad bleiben und keine weiteren Maßnahmen ergreifen, erwartet der Emissions Gap Report 2026 eine Erwärmung um 2,8 Grad Celsius. Das ursprüngliche Ziel des Pariser Klimaabkommens, die Erwärmung auf 1,5 Grad Celsius zu begrenzen, gilt dem Bericht zufolge mittlerweile als unerreichbar. Derzeit liegt die globale Durchschnittstemperatur bereits 1,4 Grad Celsius über dem vorindustriellen Niveau.Die Verantwortlichen hoffen nun, die Erwärmung auf 1,8 Grad Celsius zu begrenzen und später Kohlendioxid aus der Atmosphäre zu entfernen, um die Temperaturen wieder zu senken. Der Bericht warnt bei einem Verfehlen der Ziele vor katastrophalen Folgen wie einem massiven Anstieg des Meeresspiegels sowie einem Massensterben von Tierarten und Pflanzenarten. Die verschlechterten Prognosen führt der Bericht teilweise auf den formellen Rückzug der USA aus dem Pariser Klimaabkommen zurück.
Rückzug aus der Klimapolitik
Unter Präsident Donald Trump hat die US-Regierung in den vergangenen Monaten Emissionsgrenzwerte für fossile Kraftwerke aufgehoben und die wissenschaftliche Feststellung gestrichen, die der Regierung die Befugnis zum Kampf gegen den Klimawandel gibt. Die US-Umweltschutzbehörde vertritt nun den offiziellen Standpunkt, dass Treibhausgase keine Gefahr für die menschliche Gesundheit darstellen. Die USA wollen sich zudem vollständig aus der Klimaarbeit der Vereinten Nationen zurückziehen.Um die Überschreitung des 1,5-Grad-Ziels möglichst gering zu halten und die Temperaturen bis Ende des Jahrhunderts wieder Richtung 1,5 Grad zu senken, müssten die weltweiten Emissionen laut den Berechnungen bis 2035 um 45 Prozent sinken. Das entspräche einer jährlichen Reduktion von etwa sechs Prozent. Zum Vergleich: Ein Rückgang in dieser Größenordnung wurde zuletzt im Jahr 2020 erreicht, als die globale Pandemie große Teile der Wirtschaft lahmlegte.
Wie bewertet ihr die aktuellen Entwicklungen in der Klimapolitik? Glaubt ihr, dass die Reduktionsziele noch erreichbar sind? Teilt eure Meinung in den Kommentaren!
Siehe auch:
- UN-Klimabericht: Das 1,5-Grad-Ziel wird bald wohl sicher verfehlt
- Energiewende trotzt 2025 beeindruckend allen Widerständen
- Neue KI-Rechenzentren verschmutzen Umwelt mehr als ganze Staaten
- RWE gibt Windparks in den USA auf und baut stattdessen Gaskraftwerke
- Klimakrise: Solar-Geoengineering kann katastrophale Folgen haben
Thema:
Witold PryjdaSenior Redakteur
Seit 1996 im Journalismus, ausgebildet an der Österreichischen Medienakademie. Sein Spektrum reicht von Robotern und KI über E-Autos bis zur Militärtechnik.
Videos zum Thema
- Jackery SolarVault 3 Pro: Einfach installierbarer Stromspeicher
- Strom für Notebooks per USB-C: Netzteile von Anker im Test
- EcoFlow Delta 2: Powerstation bewährt sich im Langzeit-Test
- EcoFlow Stream AC Pro: Heimspeicher mit fast 2 kWh im Test
- EcoFlow Stream Ultra X: Stromspeicher für den Haushalt im Test
Bluetti AC200Max im Preisvergleich
Beiträge aus dem Forum
Interessante Links
Neue Nachrichten
- Haare, Kanten, Schwellen: Ecovacs' neuer Saugroboter kann alles
- iPhone Duo: Falz bereits nach 10.000 Falt-Vorgängen deutlich sichtbarer
- Die Welt verliert Kampf gegen Erderwärmung, und das liegt an den USA
- Nvidia schließt Cloud-Anbieter von Konferenz aus, die AMD-Chips nutzen
- Copilot als Rettung für VW? 330.000 Mitarbeiter bekommen Microsoft-KI
- App-Tipp für Pendler: Readly-Flatrate 2 Monate für 1 Euro
- Sicherheit: Cloud und Apps werden Hauptschwachstelle vernetzter Autos
❤ WinFuture unterstützen
Sie wollen online einkaufen?
Dann nutzen Sie bitte einen der folgenden Links,
um WinFuture zu unterstützen:
Vielen Dank!
Alle Kommentare zu dieser News anzeigen