Xbox Game Pass à la carte:
Microsoft will das Abo ab 2027 zerstückeln

Microsoft bereitet einen Umbau für den Xbox Game Pass vor. Ab 2027 ersetzt laut Berichten ein modulares System das bisherige Komplettpaket. Abonnenten können künftig Funktionen wie Online-Multiplayer, Cloud-Gaming & Co. separat hinzubuchen.
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  • Microsoft plant den Umbau des Xbox Game Pass in ein modulares Wahlsystem
  • Nutzer sollen Erweiterungen wie Cloud-Gaming künftig flexibel buchen
  • Das Wachstum des Spiele-Abos stagnierte zuletzt bei rund 35 Millionen
  • Die neue Xbox-Chefin Asha Sharma plant die Einführung für das Jahr 2027
  • Für die kommenden Jahre sind ein neuer Handheld sowie Project Helix geplant
  • Bis Ende des Geschäftsjahres 2027 fallen etwa 3200 Stellen im Gaming-Sektor

Umbau zum Baukastensystem

Jüngsten Berichten zufolge plant Microsoft eine grundlegende Neuausrichtung seines Spieleabonnements. Der Konzern will den Xbox Game Pass demnach von einem starren Komplettpaket in ein flexibles Modulsystem umwandeln. Dadurch sollen Spieler die Möglichkeit erhalten, nur noch für die Funktionen zu bezahlen, die sie tatsächlich nutzen. Die bisherige Tarifstruktur soll demnach als Grundlage bestehen bleiben, aber um kostenpflichtige Einzeloptionen ergänzt werden.

Bei dem À-la-carte-Modell buchen Kunden zunächst ein Grundabonnement. Anschließend können sie gezielt Erweiterungen hinzufügen. Im Gespräch sind separate Bausteine für Cloud-Gaming, Online-Multiplayer sowie den Zugriff auf reine Konsolenspiele. Für Nutzer, die auf die genannten Extras verzichten, könnte der Einstieg in den Dienst dadurch günstiger ausfallen. Gleichzeitig besteht die Möglichkeit, dass ein umfassend ausgestattetes Paket künftig teurer wird.


Stagnierendes Abo-Wachstum

Geleakte interne Unterlagen deuteten darauf hin, dass Microsoft einst über 100 Millionen Abonnenten anstrebte. Das Wachstum stagnierte jedoch bei rund 35 Millionen. Laut ehemaligen Mitarbeitern, die Fortune zitiert, sorgte das Abon­ne­ment zudem dafür, dass die Verkäufe teurerer Microsoft-Spiele zurückgingen.

Hinter dem Umbau steht Xbox-Chefin Asha Sharma, die Xbox zum führenden Unterhaltungs­unternehmen machen will. Sie ist erst seit knapp sechs Monaten im Amt und hat bereits den Preis für den Xbox Game Pass Ultimate gesenkt. Zudem hat sie die Entwicklung von Halo an Activision übergeben. Die Einführung der neuen Tarifstruktur für das Abonnement soll im Jahr 2027 stattfinden.


Einsparungen und neue Hardware

Zudem arbeitet Microsoft an neuer Hardware. Für 2027 wird Berichten zufolge ein neuer Handheld erwartet. Zum Weihnachtsgeschäft im darauffolgenden Jahr soll mit Project Helix eine neue stationäre Konsole erscheinen, deren Preis sich auf bis zu 1800 Dollar (etwa 1603 Euro) belaufen könnte. Daneben bestätigte AMD kürzlich, dass FSR 4.1 für die aktuellen Konsolen erscheint.

Neben den Anpassungen am Portfolio umfasst die Strategie weitreichende Einsparungen. Bis zum Ende des Geschäftsjahres 2027 sollen bei der Gaming-Sparte 3200 Arbeitsplätze gestrichen werden. Um weitere Zielgruppen zu erschließen und die Hürden für Gelegenheitsspieler zu senken, testet Microsoft zudem einen werbefinanzierten Tarif.

Wie sich all jene Änderungen letztlich auf die Endkundenpreise des Abonnements auswirken, ist bisher nicht offiziell bestätigt.

Wie bewertet ihr die Pläne für den Xbox Game Pass? Würdet ihr ein modulares System bevorzugen oder bleibt ihr lieber bei dem Komplettpaket? Teilt uns eure Meinung in den Kommentaren mit!

Siehe auch:
Stefan Trunzik

Leitender Redakteur bei WinFuture.de

IT-Journalist seit 2003, der Hardware, Spiele und Gadgets selbst im Alltag testet. Sein Fokus liegt auf Kaufberatung und Verbraucherthemen.

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