Gratis-Grafik-Boost: AMD bringt FSR 4.1 auf die Xbox und RX-6000-GPUs

Besitzer älterer RDNA-2-Grafikkarten von AMD und aktueller Xbox-Konsolen erhalten ein kostenloses Grafik-Upgrade. Durch die Upscaling-Technologie FSR 4.1 liefert die ältere Hardware dank maschinellem Lernen in Zukunft eine bessere Bildqualität.
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AMD
  • AMD veröffentlicht FSR 4.1 für RX-6000-Karten und die Xbox Series X|S
  • Am PC steht die Technik im Adrenalin-Treiber 26.10.1 bereit zur Nutzung
  • Der Upscaler sorgt für bessere Bildqualität und flüssigere Darstellung
  • Bildfehler wie etwa Ghosting treten deutlich seltener auf
  • Für tragbare Konsolen erscheint am 23. Oktober 2026 ein Vorschau-Treiber
  • Der Start auf der älteren Hardware erfolgt damit früher als geplant

KI-Upscaling für ältere Chips

Im Februar gab es erste Leaks zu AMDs Upscaling-Technologie FSR 4.1 zu sehen. Im Sommer folgte dann auch der Start auf älteren RX-7000-Grafikkarten. Jetzt dürfen sich sogar Besitzer einer GPU der Radeon-RX-6000-Serie und auch der Xbox Series X|S über einen Grafik-Boost durch den Upscaler freuen. AMD hat die FidelityFX Super Resolution 4.1 für alle entsprechenden Systeme angekündigt.

Das KI-gestützte Verfahren berechnet Spiele in einer niedrigen Auflösung und skaliert das Bild anschließend hoch. Spiele können dadurch schärfer aussehen oder bei vergleichbarer Bildqualität höhere Bildraten erreichen, was für ein flüssigeres Spielerlebnis sorgt.

FSR 4.1: AMD liefert besseres Upscaling für RX 6000 & Xbox Series X|S

Für PC-Spieler ist das Update bereits über den Adrenalin-Grafiktreiber in Version 26.10.1 nutzbar. Für die Microsoft-Konsolen gibt es hingegen noch keinen offiziellen Start-Termin. Zudem müssen Studios die Technik erst in ihre Spiele integrieren. Handheld-PCs wie das ROG Xbox Ally profitieren ebenfalls. Für die tragbaren Geräte plant Asus am 23. Oktober 2026 einen entsprechenden Vorschau-Treiber.

Angepasstes Modell ohne KI-Kerne

Wie AMD in seinem Ankündigungsvideo erklärt, wurde das maschinelle Lernmodell für die ältere Hardware angepasst. Da den Chips dedizierte KI-Beschleunigereinheiten für FP8-Berechnungen fehlen, greift die Technik laut dem Unternehmen nun auf die vorhandenen INT8-Shader zurück. Für Handhelds kommt eine verkleinerte Variante zum Einsatz, die weniger als halb so groß ist wie das ursprüngliche Modell.

Die Aktualisierung soll zudem für eine konstantere Bildausgabe bei der Frame-Generierung sorgen. Während die ersten beiden Generationen des Verfahrens vor allem auf räumliche Algorithmen oder einfache zeitliche Verfahren setzten, etablierte erst Version 4 das maschinelle Lernen. Dadurch treten typische Bildfehler wie Flackern oder Ghosting seltener auf. Auch Ray Regeneration hält in mehr Titeln Einzug.

Blick in die Konsolenzukunft

Für die kommende Konsolengeneration gibt es ebenfalls Pläne. Microsoft arbeitet mit Project Helix an einer neuen Xbox, die auf eine Variante namens FSR Diamond setzen soll. FSR Diamond wird mit KI-Upscaling der nächsten Generation, Multi-Frame-Generierung und Ray Regeneration entwickelt.

Bis dahin dürfte die Version 4.1 besonders der Xbox Series S helfen. Auf der Konsole laufen viele Titel aufgrund der schwächeren Hardware intern mit sehr niedriger Auflösung. Der Start für den Upscaler war ursprünglich erst für Anfang 2027 geplant. Die Veröffentlichung von GTA 6 am 19. November könnte die Verantwortlichen aber bewogen haben, die Veröffentlichung vorzuziehen. Insgesamt erhält die sechs Jahre alte RDNA-2-Architektur das verbesserte Upscaling damit früher als erwartet.

Nutzt ihr noch eine Grafikkarte der RX-6000-Serie oder spielt ihr auf der aktuellen Xbox? Was versprecht ihr euch von FSR 4.1? Teilt eure Gedanken dazu gerne in den Kommentaren mit uns!

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Welche Geräte erhalten FSR 4.1?
Auf dem PC unterstützt AMD alle Grafikkarten vom Einsteigermodell Radeon RX 6400 bis zur RX 6900. Dazu kommen Laptops mit den Prozessoren Ryzen AI Max 300 und 400 sowie Ryzen AI 9 300 und 400. Bei den Handhelds sind Geräte mit den Chips Z2 Extreme und Z2A kompatibel. Microsoft bringt die Technik zudem auf die Konsolen Xbox Series X und S.
Wie installiere ich FSR 4.1 auf dem PC?
Ihr ladet den Grafiktreiber Adrenalin 26.10.1 direkt über die AMD-Website oder die Adrenalin-Software bei uns im Downloadbereich herunter. Für Handhelds gibt es diesen PC-Treiber nicht; hier müssen die jeweiligen Gerätehersteller eigene Updates bereitstellen.
Wie aktiviere ich FSR 4.1 auf dem Ally?
Ihr installiert den Vorschau-Grafiktreiber, den Asus am 23. Oktober 2026 für die Modelle ROG Xbox Ally X und X20 verteilt. Danach erscheint im Command Center eine neue Kachel. Über diese lässt sich FSR 4.1 aktivieren, wenn das jeweilige Spiel bereits die Vorgängerversion FSR 3.1 oder neuer unterstützt. Laut Asus betrifft das über 400 Spiele.
Wann kommt FSR 4.1 auf die Xbox?
Microsoft nennt noch keinen Termin für die Xbox Series X und S. Einem Bericht zufolge greift das Upscaling bei alten Titeln nicht automatisch, Spieleentwickler müssen ihre Spiele demnach per Patch anpassen. Microsoft hat bislang nicht erklärt, ob einzelne Updates nötig sind oder die Technik systemweit aktiviert werden kann.
Wie viel Leistung kostet FSR 4.1?
Rund 13 Prozent Leistung kostet die Berechnung von FSR 4.1 in 4K-Auflösung auf einer Radeon RX 6900 XT einem Bericht zufolge. Da das Bild aber schärfer ist, könnt ihr womöglich einen leistungsstärkeren Modus wählen, der diesen Verlust ausgleichen könnte.

In einer internen AMD-Demo stieg die Bildrate auf einer RX 6800 XT mit dem Performance-Modus und aktivierter Frame-Generierung auf rund 101 Bilder pro Sekunde (FPS), verglichen mit rund 95 FPS im Quality-Modus von FSR 3.1.
Bekommt die PlayStation 5 auch FSR 4.1?
Nein, Sony setzt stattdessen auf das eigene System PlayStation Spectral Super Resolution (PSSR) auf der PlayStation 5 Pro. Auf der Standard-Playstation-5 läuft seit Oktober 2026 die vereinfachte Variante Quick Spectral Super Resolution (QSSR).

QSSR nutzt einem Bericht zufolge bislang nur die Titel Marvel's Wolverine und Ghost of Yōtei. Beide Techniken entstanden jedoch ebenfalls in Kooperation mit AMD und beruhen auf gemeinsamer Forschung mit FSR 4.1, sind aber für unterschiedliche Hardware optimiert.
Siehe auch:
Felix Krauth

Redakteur für Windows & Hardware

War Game Designer, bevor er Journalist wurde, und testet Spiele bis heute selbst. Sein Spektrum reicht von der FritzBox über Windows 11 und Apple bis zu Gaming.

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