Nvidia-Chef kritisiert Deutschland:
Bei KI mittlerweile völlig abgehängt
Nvidia-Chef Jensen Huang richtet ungewöhnlich harte Worte an den Technologiestandort Deutschland. Das Land sei im KI-Wettlauf stark zurückgefallen. Um diesen Rückstand aufzuholen, plant die Bundesregierung nun einen KI-Pakt mit dem US-Konzern.
Demnach schmerze es ihn zu sehen, wie eines der fortschrittlichsten Länder technologisch so weit zurückfalle, obwohl es über außerordentlich großes Potenzial verfüge. Als mögliche Ursache nannte er die seiner Meinung nach existierende Neigung in Europa, alles zu "zerdenken".
Der Bund ist demnach bereit, einen dreistelligen Millionenbetrag in das Vorhaben zu investieren. Knapp ein Dutzend deutsche Unternehmen haben die Absicht, sich an dem Projekt zu beteiligen, darunter Siemens, Audi und die KI-Firma Black Forest Labs. Der Pakt soll auf dem Konsortium Sovereign Open Source Foundation Models aufbauen. Das junge Konsortium hat das Ziel, eine neue Generation leistungsfähiger, offener KI-Modelle hervorzubringen.
Die Mittel sollen etwa genutzt werden, um Rechenkapazität in der Industrial AI Cloud der Deutschen Telekom einzukaufen, wo bereits 10.000 Nvidia-Chips der Blackwell-Generation verbaut sind. Bundeskanzler Merz will damit das Signal senden, dass Deutschland als Innovationsstandort wieder attraktiv wird.
Was haltet ihr von den deutlichen Worten des Nvidia-Chefs über Deutschland? Wie viel Wahrheit steckt in den Aussagen von Huang und wie stark sind sie von seinem Interesse am Verkauf möglichst vieler Chips beeinflusst? Teilt eure Meinung in den Kommentaren!
Siehe auch:
- Nvidia-Chef Jensen Huang kritisiert den Rückstand Deutschlands beim KI
- Als Grund für das Zurückfallen nannte er die Neigung, Dinge zu zerdenken
- Bundeskanzler Merz und Huang wollen einen umfassenden KI-Pakt vorstellen
- Der Bund investiert einen dreistelligen Millionenbetrag in das KI-Projekt
- Große Firmen wie Siemens, Audi und Black Forest Labs wollen teilnehmen
- Gelder fließen in Rechenkapazitäten im KI-Rechenzentrum der Telekom
- Merz will Deutschland als Innovationsstandort wieder attraktiver machen
Kritik am KI-Standort Deutschland
Jensen Huang fiel zuletzt immer häufiger durch kontroversen Aussagen auf. Mathematik brauche in Zukunft niemand mehr und die Zölle von US-Präsident Trump seien "völlig Visionär". Jetzt hat der CEO von Nvidia den Umgang Deutschlands mit künstlicher Intelligenz ebenfalls recht offen thematisiert. Bei einem Pressegespräch am Mittwoch in London erklärte der 63-Jährige seiner eigenen Wortwahl zufolge sein Bedauern über den Zustand der KI-Adaption im Land.Demnach schmerze es ihn zu sehen, wie eines der fortschrittlichsten Länder technologisch so weit zurückfalle, obwohl es über außerordentlich großes Potenzial verfüge. Als mögliche Ursache nannte er die seiner Meinung nach existierende Neigung in Europa, alles zu "zerdenken".
Offen gesagt schmerzt es mich mehr als alles andere, zu sehen, wie eines der technologisch fortschrittlichsten Länder bei der Technologie so weit zurückgefallen ist. Und ich glaube, der Grund ist, dass es vielleicht die europäische Neigung ist, alles zu zerdenken. Ich bin der Meinung, Deutschland hat so viele talentierte Leute - Macht euch einfach an die Arbeit!
KI-Pakt mit der Bundesregierung
Um die vom Nvidia-CEO als so düster beschriebene Lage Deutschlands im Hinblick auf KI zu verbessern, plant die Bundesregierung nach Informationen des Handelsblatts bereits eine umfassende Kooperation mit dem amerikanischen Chipentwickler. Am Montag wollen Bundeskanzler Friedrich Merz und Huang auf dem Investitionsgipfel "Invest in Germany" in Berlin einen KI-Pakt vorstellen. Ziel ist es, den Einsatz von künstlicher Intelligenz in der heimischen Industrie zu beschleunigen.Der Bund ist demnach bereit, einen dreistelligen Millionenbetrag in das Vorhaben zu investieren. Knapp ein Dutzend deutsche Unternehmen haben die Absicht, sich an dem Projekt zu beteiligen, darunter Siemens, Audi und die KI-Firma Black Forest Labs. Der Pakt soll auf dem Konsortium Sovereign Open Source Foundation Models aufbauen. Das junge Konsortium hat das Ziel, eine neue Generation leistungsfähiger, offener KI-Modelle hervorzubringen.
Die Mittel sollen etwa genutzt werden, um Rechenkapazität in der Industrial AI Cloud der Deutschen Telekom einzukaufen, wo bereits 10.000 Nvidia-Chips der Blackwell-Generation verbaut sind. Bundeskanzler Merz will damit das Signal senden, dass Deutschland als Innovationsstandort wieder attraktiv wird.
Startschuss für Nvidias Hausmesse
Huang nutzt seinen aktuellen Europa-Aufenthalt zudem für eine ausgedehnte Reise. Am Freitagabend besuchte er das Gaming-Zentrum Xperion am Berliner Alexanderplatz. Vor rund 500 Besuchern gab er den Startschuss für den Verkauf der ersten Windows-Laptops mit dem neuen KI-Chip RTX Spark von Nvidia. Der Auftritt bildete den Auftakt für die europäische Entwicklerkonferenz Nvidia GTC, die vom 20. bis 22. Oktober in Berlin stattfindet.Was haltet ihr von den deutlichen Worten des Nvidia-Chefs über Deutschland? Wie viel Wahrheit steckt in den Aussagen von Huang und wie stark sind sie von seinem Interesse am Verkauf möglichst vieler Chips beeinflusst? Teilt eure Meinung in den Kommentaren!
Siehe auch:
- Nvidia-Chef: Wer unsichere KI baut, bekommt keine Chips mehr
- Doctolib: Nvidia steigt bei Arzttermin-Plattform ein
- KI-Boom treibt Nvidia: Chipkonzern nähert sich 6-Billionen-Dollar-Wert
- Wer braucht schon Mathe? Nvidia-CEO kennt seine eigene Adresse nicht
- KI-Weltuntergang bis 2030? Nvidia-Chef hält das für unmöglich
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Felix KrauthRedakteur für Windows & Hardware
War Game Designer, bevor er Journalist wurde, und testet Spiele bis heute selbst. Sein Spektrum reicht von der FritzBox über Windows 11 und Apple bis zu Gaming.
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