Nvidia-GPUs für Millionen gestohlen - Beladener Lkw löst sich in Luft auf

Kriminellen ist ein millionenschwerer Coup gelungen. Auf dem Weg von Kalifornien nach Texas verschwanden sechs Paletten mit wertvollen Nvidia-GPUs. Der Schaden beläuft sich auf über zehn Millionen Euro. Bisher fehlt von den Tätern jede Spur.
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  • Kriminelle konnten sechs Paletten mit Nvidia-GPUs für 11,5 Millionen Dollar stehlen
  • Der überwachte Lkw verschwand am 29. August spurlos in San Bernardino County
  • Wegen des KI-Booms sind teure Chips im Ausland oft doppelt so viel wert
  • Banden erbeuteten im zweiten Quartal 2026 Fracht im Wert von 305 Millionen Dollar
  • Diebstähle von Chips gelten laut Experten als nationales Sicherheitsrisiko

Millionen-Diebstahl auf dem Highway

Produkte von Nvidia sind mittlerweile ein enorm attraktives Ziel für Kriminelle geworden. Erst kürzlich entwendeten Diebe einen Lastwagen, in dem sich letztlich statt teurer Hardware aber nur Sand befand. Mehr Glück hatte hingegen eine Gruppe, die zwei Paletten mit Grafikkarten des Herstellers am Flughafen von São Paulo entwenden konnte. Am erfolgreichsten waren jedoch Kriminelle, denen es jetzt gelungen ist, sechs Paletten mit Nvidia-GPUs im Wert von knapp 11,5 Millionen Dollar (etwa 10,1 Millionen Euro) zu stehlen.

Der Vorfall ereignete sich bereits am 29. August, als ein Lastwagen die Fracht im kalifornischen Oakland lud, um sie nach Texas zu transportieren. Der Lkw, der aus Sicherheitsgründen das Logo eines Lebensmitteltransportunternehmens trug und von der Polizei überwacht wurde, verschwand jedoch auf dem Weg in Richtung Süden im San Bernardino County. Wie es dazu kommen konnte, ist bislang noch völlig unklar.


Wie lokale Medien berichten, rücken teure Computerkomponenten zunehmend in den Fokus organisierter Banden. Nvidia-Hardware steht wegen ihres Werts und der Nachfrage von Unternehmen, die KI-Systeme aufbauen, besonders im Fokus. Laut Olaf Groth, Professor an der Haas School of Business der UC Berkeley, erzielen Chips, die in den USA etwa 550.000 Dollar (rund 488.000 Euro) kosten, im Ausland rund das Doppelte.

Tequila und manipulierte Daten

Frachtdiebe nehmen teure Ladungen zunehmend ins Visier. Alleine im zweiten Quartal 2026 meldete Verisk CargoNet in den USA und Kanada 677 Frachtdiebstähle durch organisierte Gruppen mit einem geschätzten Schaden von knapp 305 Millionen Dollar (rund 271 Millionen Euro).

Die Täter schrecken dabei vor keinem Diebesgut zurück. 2025 erbeuteten Kriminelle laut dem prominenten Koch Guy Fieri zwei Lkw-Ladungen seines Tequilas der Marke Santo Spirits im Wert von rund einer Million Dollar (etwa 888.000 Euro). Sie setzten dabei gefälschte Speditionsfirmen und manipulierte GPS-Daten ein, um den Standort der Ladung zu verschleiern.

Auch der aktuelle Nvidia-Diebstahl deutet auf eine zunehmende Professionalisierung der kriminellen Akteure hin. In den Augen einiger US-Experten sind Diebstähle von entsprechender Hardware sogar ein zunehmendes Risiko für die nationale Sicherheit des Landes.

Was denkt ihr über die zunehmenden Diebstähle von teurer IT-Hardware? Haltet ihr die aktuellen Sicherheitsmaßnahmen der Logistikbranche für ausreichend? Teilt eure Meinung gerne in den Kommentaren!

Siehe auch:
Felix Krauth

Redakteur für Windows & Hardware

War Game Designer, bevor er Journalist wurde, und testet Spiele bis heute selbst. Sein Spektrum reicht von der FritzBox über Windows 11 und Apple bis zu Gaming.

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