Endlich Klarheit bei Microsoft:
"Xbox-Sparte steht nicht zum Verkauf"

Microsoft will seine Xbox-Sparte derzeit auf keinen Fall verkaufen. Das erklärte Asha Sharma, die neue Chefin der Spielesparte bei Microsoft, vor dem Hintergrund erneuter Gerüchte über eine mögliche Trennung von dem Geschäftsbereich.
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    Strategiefrage ist geklärt

    "Die Xbox-Sparte steht nicht zum Verkauf", sagte Sharma in einem Interview mit der New York Times. Microsoft werde alles Notwendige unternehmen, um die Sparte langfristig erfolgreich aufzustellen. Dazu gehörten auch die Suche nach passenden Partnerschaften und ein geeignetes Geschäftsmodell. Einen Verkauf schloss sie damit zumindest für die aktuelle Strategie des Konzerns aus.

    Hintergrund der Diskussionen ist ein umfassender Umbau des Xbox-Geschäfts. Im Juni hatte Sharma eine Neuausrichtung angekündigt und von einem "Reset" für die Sparte gesprochen. Microsoft will dabei unter anderem verschiedene Managementebenen abbauen, kleinere Studios abgeben oder schließen und sich stärker auf etablierte Spielemarken konzentrieren. Im Laufe des Geschäftsjahres 2027, das im Juni 2027 endet, sollen bis zu 3200 Arbeitsplätze im Xbox-Bereich wegfallen.


    Laut eines Berichts des Magazins The Information hätten Microsoft-Chef Satya Nadella und Finanzchefin Amy Hood zunächst über eine mögliche Abspaltung von Xbox nachgedacht. Später sollen beide Manager jedoch Sharmas Umbaupläne unterstützt haben. Nadella bestätigte die eingeschlagene Richtung kürzlich in einem Podcast. Es gehe darum, die Organisation zu verschlanken und anschließend ein nachhaltiges Geschäftsmodell zu entwickeln, mit dem Microsoft mehr Menschen für seine Spiele erreichen könne.

    Zahlreiche Umbau-Maßnahmen

    Die Umstrukturierung betrifft auch bekannte Xbox-Studios und Marken. So wurde die Verantwortung für "Halo" an Activision übertragen. Auch die Entwickler hinter "Sea of Thieves" und "Age of Empires" sind von der Neuordnung betroffen. Insgesamt könnte Xbox stärker als eigenständige Tochter innerhalb von Microsoft organisiert werden, ähnlich wie es bei LinkedIn der Fall ist.

    Ein späterer Verkauf ist damit zwar nicht grundsätzlich ausgeschlossen. Sharma betonte jedoch, dass Microsoft langfristig mit der Sparte plane und zunächst deren Wachstum wieder ankurbeln wolle. Die aktuelle Strategie sei auf eine nachhaltige Neuausrichtung des Gaming-Geschäfts ausgerichtet, nicht auf einen kurzfristigen Verkauf.

    Zusammenfassung
    • Ein Verkauf der Xbox-Sparte ist laut Asha Sharma aktuell ausgeschlossen
    • Im Zuge einer Neuausrichtung fallen bis Juni 2027 etwa 3200 Stellen weg
    • Satya Nadella und Amy Hood stützen Sharmas Umbaupläne für den Bereich
    • Microsoft will Managementebenen abbauen sowie kleinere Studios schließen
    • Die Verantwortung für das bekannte Spiel Halo wechselt zu Activision
    • Künftig könnte Xbox ähnlich wie LinkedIn als Tochter organisiert werden

    Siehe auch:
    Christian Kahle

    Redakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt

    Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.

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