1Password steht nach Spende an Rassisten massiv in der Kritik
1Password steht wegen einer Spende in Höhe von 300.000 Dollar (etwa 270.000 Euro) für die Linux-Distribution Omarchy in der Kritik. Denn deren Gründer David Heinemeier Hansson, besser bekannt als DHH, hat sich wiederholt rassistisch geäußert.
In sozialen Netzwerken löste die Spende umgehend Proteste aus. Kritiker warfen 1Password unter anderem vor, mit der Finanzierung indirekt Positionen Hanssons zu unterstützen. Einige Nutzer kündigten an, nach Alternativen zum Passwortmanager zu suchen. Auch Mitarbeiter von 1Password äußerten intern ihre Enttäuschung über die Verbindung.
Hansson ist als Mitbegründer von 37signals und Entwickler des Web-Frameworks Ruby on Rails bekannt. Seine politischen Äußerungen sorgen allerdings seit Jahren für Kontroversen. Bereits 2023 strich die Duke University sein Unternehmen Basecamp aus dem eigenen Angebot. Die Universität verwies damals unter anderem auf Hanssons Kritik an Diversity-, Equity- und Inclusion-Programmen sowie auf Einschränkungen politischer Diskussionen bei 37signals.
Besonders scharf kritisiert wird ein Blogbeitrag Hanssons vom 21. Juli dieses Jahres. Darin verglich er Einwanderer mit "Wölfen" und forderte unter anderem die Abschiebung von Angehörigen ethnischer Minderheiten. Seine Wortwahl wurde als Aufruf zu ethnischer Säuberung interpretiert.
Mit der Erklärung ist die Debatte offenbar nicht beendet. Nach Angaben von The Verge stießen die internen Aussagen der Unternehmensführung bei Mitarbeitern auf deutliche Ablehnung. 1Password kündigte an, das Thema bei einer firmenweiten Versammlung weiter zu diskutieren.
Siehe auch:
- 1Password spendete 300.000 Dollar an die Linux-Distribution Omarchy
- Der Gründer von Omarchy fiel wiederholt durch rassistische Hetze auf
- Kunden und Mitarbeiter kritisieren diese finanzielle Unterstützung
- Hansson verglich Einwanderer im Juli mit Wölfen in einem Blogpost
- Die Firmenleitung distanzierte sich intern von Hanssons Ansichten
Widerspruch intern und extern
1Password wird dabei nicht nur von Außenstehenden kritisiert. Auch innerhalb des Unternehmens sorgt die Zusammenarbeit nach Informationen von The Verge für Unmut. Mit der Zahlung ist 1Password zum sogenannten "Distinguished Corporate Patron" der Omacom Foundation geworden. Die Organisation betreut Omarchy, eine auf Arch Linux basierende Distribution, die Hanssons persönliche Vorstellungen von einem Linux-System widerspiegelt. Für 1Password ist das Projekt allerdings auch aus geschäftlicher Sicht relevant: Nach Angaben von Firmenchef David Faugno ist Omarchy inzwischen die am zweithäufigsten genutzte Linux-Distribution unter den Kunden des Unternehmens.In sozialen Netzwerken löste die Spende umgehend Proteste aus. Kritiker warfen 1Password unter anderem vor, mit der Finanzierung indirekt Positionen Hanssons zu unterstützen. Einige Nutzer kündigten an, nach Alternativen zum Passwortmanager zu suchen. Auch Mitarbeiter von 1Password äußerten intern ihre Enttäuschung über die Verbindung.
Hansson ist als Mitbegründer von 37signals und Entwickler des Web-Frameworks Ruby on Rails bekannt. Seine politischen Äußerungen sorgen allerdings seit Jahren für Kontroversen. Bereits 2023 strich die Duke University sein Unternehmen Basecamp aus dem eigenen Angebot. Die Universität verwies damals unter anderem auf Hanssons Kritik an Diversity-, Equity- und Inclusion-Programmen sowie auf Einschränkungen politischer Diskussionen bei 37signals.
Besonders scharf kritisiert wird ein Blogbeitrag Hanssons vom 21. Juli dieses Jahres. Darin verglich er Einwanderer mit "Wölfen" und forderte unter anderem die Abschiebung von Angehörigen ethnischer Minderheiten. Seine Wortwahl wurde als Aufruf zu ethnischer Säuberung interpretiert.
Wogen glätten
1Password versucht unterdessen, die Spende von Hanssons persönlichen Ansichten abzugrenzen. Faugno erklärte intern, das Unternehmen lehne "hasserfüllte, entmenschlichende oder ausgrenzende Ansichten" ausdrücklich ab. Zugleich betonte er, das Geld fließe an die Omacom Foundation und nicht an Hansson persönlich. Man sei sich jedoch bewusst, dass Omarchy eng mit dessen Gründer verbunden sei.Mit der Erklärung ist die Debatte offenbar nicht beendet. Nach Angaben von The Verge stießen die internen Aussagen der Unternehmensführung bei Mitarbeitern auf deutliche Ablehnung. 1Password kündigte an, das Thema bei einer firmenweiten Versammlung weiter zu diskutieren.
Siehe auch:
Thema:
Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
Beliebte Open-Source-Downloads
Videos zum Thema
Beiträge aus dem Forum
-
Darktable die freie Software zur Aufbereitung
d-hubs - 06.10. 00:05 Uhr -
ein Blick auf die nächsten Open-Source-Events:
d-hubs - 01.10. 23:38 Uhr -
der open-source-herbst
d-hubs - 01.10. 23:18 Uhr -
Digitale Souveränität konkret: Schweiz startet Open-Source-Arbeitsplat
d-hubs - 10.09. 19:45 Uhr -
Concat Die freie Open-Source-Alternative
d-hubs - 01.09. 15:21 Uhr
Weiterführende Links
Neue Nachrichten
- Telekom: Streit um Kündigungsbutton und Rückholangebote
- Beats kündigt Pill-Lautsprecher in Pokémon-Sonderedition an
- GTA 6 für PC soll angeblich im ersten Quartal 2027 starten
- Nvidia verdoppelt die Leistung von DLSS 5 und senkt den VRAM-Bedarf
- Windows-Server-vNext-Update: Vorabversion bringt neues Security-Tool
- Google Maps wird derzeit von veralteten Unfallmeldungen geflutet
- Apple HomeView: Die Schaltzentrale fürs Zuhause kommt nicht in die EU
Videos
Beliebte Downloads
Beliebte Nachrichten
Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
Ich empfehle ...
❤ WinFuture unterstützen
Sie wollen online einkaufen?
Dann nutzen Sie bitte einen der folgenden Links,
um WinFuture zu unterstützen:
Vielen Dank!
Alle Kommentare zu dieser News anzeigen