Acer-CEO: Die RAM-Krise ist aufgebauscht, wird für Profit gemolken

Führende Speicherhersteller warnen vor einer RAM-Verknappung bis zum Jahr 2030. Acer-Chef Jason Chen wirft der Industrie jedoch gezielte Panikmache vor. Ab Mitte 2027 erwartet der Manager wieder spürbar fallende Preise für PC-Arbeitsspeicher.
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WinFuture/KI-generiert

    Acer-Chef sieht baldiges Ende

    Jason Chen, der CEO des Computerherstellers Acer, hat sich zur aktuellen Preissituation auf dem Hardware-Markt geäußert. Er tritt den Warnungen großer Speicherproduzenten deutlich entgegen, wonach die Verknappung von Arbeitsspeicher noch bis zum Ende des laufenden Jahrzehnts andauern werde. Solche langfristigen Prognosen hält der Manager für absolut ausgeschlossen. Eine Beruhigung des Marktes sei stattdessen in greifbarer Nähe.

    Chen geht davon aus, dass die Kosten für Endkunden-PCs im vierten Quartal des Jahres 2026 zunächst um fünf bis 20 Prozent ansteigen werden. In der ersten Jahreshälfte 2027 sollen sich die Preise für Computer dann auf einem konstant hohen Niveau stabilisieren. Im Anschluss rechnet er aber fest damit, dass die Kosten ab Mitte des Jahres 2027 wieder spürbar sinken werden.


    Künstliche Verknappung

    Wie das Branchenblatt DigiTimes (via TechRadar) berichtet, wirft der Acer-Chef den Herstellern von Arbeitsspeicher vielmehr vor, die Situation auf dem Markt bewusst zu dramatisieren. Unternehmen wie Micron, SK Hynix und Adata würden die Lieferengpässe gezielt übertreiben, um ihre derzeit hohen Gewinnmargen zu schützen.

    Laut Jason Chen ist die flächendeckende Versorgung mit Standard-Speicher wie DDR4 und DDR5 derzeit ausreichend gesichert. Wirkliche Engpässe gebe es lediglich bei hochspezialisierten Komponenten. Dazu zählen extrem schnelle LPDDR5X-Module oder spezifische Prozessoren, die vorrangig für komplexe Berechnungen in großen Rechenzentren benötigt werden.

    Neue Konkurrenz aus Asien

    Ein zentraler Faktor für die erwartete Preissenkung im Jahr 2027 ist der anstehende Markteintritt großer chinesischer Speicherhersteller. Unternehmen wie CXMT bauen derzeit massiv neue Produktionskapazitäten auf, um den Marktbedarf zu decken. Die günstigeren Alternativen werden den Druck auf westliche und südkoreanische Produzenten erheblich erhöhen. Um wettbewerbsfähig zu bleiben, müssen sie ihre Preise ebenfalls nach unten korrigieren. Acer verbaut bereits Bauteile der neuen Zulieferer.

    Der globale Markt für Arbeitsspeicher unterliegt traditionell starken Schwankungen zwischen Überangebot und Mangel. Durch den aktuellen Boom bei künstlicher Intelligenz verschieben die großen Zulieferer ihre Produktionslinien zugunsten von lukrativeren Server-Komponenten. Das führt bei herkömmlichen PC-Modulen zu vorübergehenden Preissteigerungen. Sobald die neuen asiatischen Wettbewerber ihre Produktion hochfahren, wird sich das Angebot laut Acer jedoch wieder normalisieren und die Preise stabilisieren.

    Was meint ihr zu den Prognosen von Acer? Werden die Hardware-Preise 2027 sinken oder bleibt PC-Gaming teuer? Teilt eure Gedanken dazu mit uns in den Kommentaren!

    Zusammenfassung
    • Acer-Chef Chen widerspricht Berichten über anhaltende RAM-Knappheit
    • Endkunden-PCs verteuern sich Ende 2026 und sinken ab Mitte 2027 wieder
    • Großen Chipherstellern wird künstliche Dramatisierung vorgeworfen
    • Standard-Speicher wie DDR4 und DDR5 sind laut Chen voll verfügbar
    • Chinesische Konkurrenten wie CXMT drängen neu auf den Speichermarkt
    • Zusätzliche asiatische Kapazitäten sollen Preise ab Mitte 2027 senken

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