Smartphone-Verbot: Italien kassiert abgelenkte Fußgänger bald ab
Italien greift bei der Handynutzung im Straßenverkehr hart durch und nimmt bald auch Fußgänger ins Visier. Der Gesetzentwurf sieht Strafen für den Blick auf das Display vor. Ein weiteres alltägliches Gadget rückt ebenfalls in den Fokus der Justiz.
Die geplante Regelung beschränkt sich nicht nur auf das Tippen von Nachrichten oder auf das Anschauen von Videos. Auch das Tragen von Kopfhörern soll sanktioniert werden, sofern die akustische Wahrnehmung des Verkehrsgeschehens dadurch eingeschränkt ist. Auf dem Gehweg bleibt die Nutzung der Geräte hingegen straffrei. Ein generelles Verbot wird also nicht angestrebt, vielmehr steht die ungeteilte Aufmerksamkeit beim Betreten der Straße im Fokus.
Wie der Merkur berichtet, reagiert die Regierung in Rom mit dem Entwurf auf die steigende Zahl von Unfällen. Im vergangenen Jahr starben in Italien mehr als 300 Menschen bei Verkehrsunfällen unter Beteiligung von Fußgängern. Zudem haben Gerichte unaufmerksamen Passanten in der jüngeren Vergangenheit häufiger eine Mitschuld an schweren Kollisionen zugesprochen, was den Handlungsdruck auf die Politik erhöhte.
Plötzliche Richtungswechsel auf der Fahrbahn sind künftig ebenfalls streng untersagt und können bei Zuwiderhandlung mit einer Geldbuße geahndet werden. Italien steht mit solchen Maßnahmen international übrigens nicht alleine da. Mehrere Länder und Städte haben bereits ähnliche Konzepte zur Unfallprävention fest etabliert:
Befürworter der Reform loben den Ansatz zur Reduzierung der Unfallzahlen. Kritiker bemängeln hingegen die schwierige Kontrollierbarkeit im Alltag und befürchten, dass ahnungslose Touristen das primäre Ziel der Bußgelder werden. Das Gesetz umfasst neben den Regeln für Fußgänger auch strengere Vorschriften für Nutzer von E-Scootern sowie härtere Strafen für das Fahren unter Alkoholeinfluss.
Wie bewertet ihr die geplanten Bußgelder für Fußgänger in Italien? Teilt eure Gedanken und Erfahrungen zu dem Thema gerne in den Kommentaren.
Siehe auch:
Geplante Strafen für Fußgänger
Das italienische Verkehrsministerium unter Matteo Salvini plant eine weitreichende Reform der Straßenverkehrsordnung. Fußgänger, die beim Überqueren einer Fahrbahn elektronische Geräte wie Smartphones oder Tablets nutzen, sollen künftig mit einem Bußgeld von 75 Euro belegt werden können.Die geplante Regelung beschränkt sich nicht nur auf das Tippen von Nachrichten oder auf das Anschauen von Videos. Auch das Tragen von Kopfhörern soll sanktioniert werden, sofern die akustische Wahrnehmung des Verkehrsgeschehens dadurch eingeschränkt ist. Auf dem Gehweg bleibt die Nutzung der Geräte hingegen straffrei. Ein generelles Verbot wird also nicht angestrebt, vielmehr steht die ungeteilte Aufmerksamkeit beim Betreten der Straße im Fokus.
Wie der Merkur berichtet, reagiert die Regierung in Rom mit dem Entwurf auf die steigende Zahl von Unfällen. Im vergangenen Jahr starben in Italien mehr als 300 Menschen bei Verkehrsunfällen unter Beteiligung von Fußgängern. Zudem haben Gerichte unaufmerksamen Passanten in der jüngeren Vergangenheit häufiger eine Mitschuld an schweren Kollisionen zugesprochen, was den Handlungsdruck auf die Politik erhöhte.
Neue Pflichten am Zebrastreifen
Neben dem Verzicht auf das Display sieht der Entwurf weitere Pflichten für Personen zu Fuß vor. Passanten müssen vor dem Überqueren am Straßenrand anhalten und sich aktiv vergewissern, dass heranfahrende Fahrzeuge sie wahrgenommen haben.Plötzliche Richtungswechsel auf der Fahrbahn sind künftig ebenfalls streng untersagt und können bei Zuwiderhandlung mit einer Geldbuße geahndet werden. Italien steht mit solchen Maßnahmen international übrigens nicht alleine da. Mehrere Länder und Städte haben bereits ähnliche Konzepte zur Unfallprävention fest etabliert:
- Honolulu führte als Vorreiter bereits im Jahr 2017 ein entsprechendes Verbot mit Strafen ein.
- Litauen verhängt ebenfalls seit 2018 Strafen gegen abgelenkte Passanten auf der Straße.
- In Spanien werden bei Verstößen seit 2022 bis zu 200 Euro fällig.
Umsetzung im kommenden Jahr
Aktuell befindet sich das Vorhaben noch in der Abstimmungsphase. Verschiedene Verkehrsverbände und zivile Organisationen haben bis Mitte September Zeit, ausführlich Stellung zu den Plänen zu beziehen. Mit einer finalen Fassung des Gesetzes wird im Oktober gerechnet; die Einführung wird für das Frühjahr 2027 erwartet.Befürworter der Reform loben den Ansatz zur Reduzierung der Unfallzahlen. Kritiker bemängeln hingegen die schwierige Kontrollierbarkeit im Alltag und befürchten, dass ahnungslose Touristen das primäre Ziel der Bußgelder werden. Das Gesetz umfasst neben den Regeln für Fußgänger auch strengere Vorschriften für Nutzer von E-Scootern sowie härtere Strafen für das Fahren unter Alkoholeinfluss.
Wie bewertet ihr die geplanten Bußgelder für Fußgänger in Italien? Teilt eure Gedanken und Erfahrungen zu dem Thema gerne in den Kommentaren.
Zusammenfassung
- Italien plant ein Bußgeld von 75 Euro bei Handy-Nutzung auf Straßen
- Das Verbot betrifft auch Kopfhörer, die die Wahrnehmung einschränken
- Auf den Gehwegen bleibt die Nutzung elektronischer Geräte straffrei
- Die Reform reagiert auf die hohe Zahl von Unfällen mit Fußgängern
- Zukünftig müssen Passanten vor dem Überqueren am Straßenrand anhalten
- Die Einführung der neuen Verkehrsregeln ist für Frühjahr 2027 geplant
Siehe auch:
Thema:
Beliebte Downloads
Neue Nachrichten
Beliebte Nachrichten
❤ WinFuture unterstützen
Sie wollen online einkaufen?
Dann nutzen Sie bitte einen der folgenden Links,
um WinFuture zu unterstützen:
Vielen Dank!
Alle Kommentare zu dieser News anzeigen