Suchdaten: Google spielt auf Zeit, legt sich mit der EU an
Eigentlich wurde Google im Juli von der EU angewiesen, seine KI-Plattformen und seine Websuche durch die Weitergabe bestimmter Daten gegenüber Dritten zu öffnen. Jetzt hat der US-Internetkonzern allerdings Berufung eingelegt.
Im Zuge seines Widerspruchs gegen die Vorgaben der EU behauptet Google nun, dass man durch die Entscheidungen gezwungen werde, "die private Suchhistorie der Leute ohne ausreichende Anonymisierung" an Dritte weiterzugeben und "lebenswichtige Sicherheitsmaßnahmen unter Android zu schwächen". Dies erklärte Googles Senior Director of Competition laut der Nachrichtenagentur Reuters in einer Stellungnahme.
Bei der EU sieht man dies natürlich grundlegend anders. Die im Juli verkündeten Vorgaben würden robuste Maßnahmen zum Schutz der Privatsphäre sowie der Geräteintegrität und -sicherheit enthalten, heißt es. Ähnlich sieht das auch der mit Google konkurrierende Suchmaschinenbetreiber DuckDuckGo, der vor allem mit einem Verzicht auf Tracking der Suchhistorie oder persönlichen Daten der Nutzer wirbt.
Die Maßnahmen zur Anonymisierung der von Google nach Anweisung der EU weiterzugebenden Daten aus dem Betrieb der Websuche und KI-Dienste seien ausreichend, so das Unternehmen. Daran könnten auch "keine noch so großen, künstlich geschürten Zweifel etwas ändern", womit klar sei, dass Google mit der Berufung lediglich Zeit gewinnen will, so DuckDuckGo in einer Stellungnahme.
Siehe auch:
- Google legt rechtlichen Widerspruch gegen Auflagen der EU-Kommission ein
- Der Konzern soll Daten an Konkurrenten bei Websuche und KI übermitteln
- Als Gatekeeper unterliegt das Unternehmen dem Digital Markets Act der EU
- Der Internetriese warnt vor Schäden für die Privatsphäre der Anwender
- Befürchtet wird zudem eine Schwächung von Sicherheitsfunktionen in Android
- Die Europäische Union betont den ausreichenden Schutz aller Nutzerdaten
- Konkurrent DuckDuckGo wirft Google ein reines Verzögerungsmanöver vor
Google wehrt sich gegen DMA-Vorgaben
Google hat Widerspruch gegen zwei Weisungen der Wettbewerbshüter der EU-Kommission eingelegt, laut denen das Unternehmen konkurrierenden Anbietern von Diensten aus dem Bereich der Künstlichen Intelligenz und der Internet-Suchmaschinen bestimmte Daten weitergeben soll, weil das Unternehmen im Rahmen des seit 2024 geltenden EU-Digitalmärktegesetzes (Digital Markets Act, DMA) als "Gatekeeper" gilt.Im Zuge seines Widerspruchs gegen die Vorgaben der EU behauptet Google nun, dass man durch die Entscheidungen gezwungen werde, "die private Suchhistorie der Leute ohne ausreichende Anonymisierung" an Dritte weiterzugeben und "lebenswichtige Sicherheitsmaßnahmen unter Android zu schwächen". Dies erklärte Googles Senior Director of Competition laut der Nachrichtenagentur Reuters in einer Stellungnahme.
Ausgerechnet Google warnt vor mangelndem Datenschutz
"Die Menschen nutzen die Suche für ihre ganz persönlichen Fragen - von gesundheitlichen Sorgen bis hin zu engen Beziehungen -, und eine Verpflichtung, diese persönlichen Suchanfragen ohne angemessene Schutzmaßnahmen weiterzugeben, würde der Privatsphäre der Nutzer irreversiblen Schaden zufügen," sagte er weiter.Bei der EU sieht man dies natürlich grundlegend anders. Die im Juli verkündeten Vorgaben würden robuste Maßnahmen zum Schutz der Privatsphäre sowie der Geräteintegrität und -sicherheit enthalten, heißt es. Ähnlich sieht das auch der mit Google konkurrierende Suchmaschinenbetreiber DuckDuckGo, der vor allem mit einem Verzicht auf Tracking der Suchhistorie oder persönlichen Daten der Nutzer wirbt.
Die Maßnahmen zur Anonymisierung der von Google nach Anweisung der EU weiterzugebenden Daten aus dem Betrieb der Websuche und KI-Dienste seien ausreichend, so das Unternehmen. Daran könnten auch "keine noch so großen, künstlich geschürten Zweifel etwas ändern", womit klar sei, dass Google mit der Berufung lediglich Zeit gewinnen will, so DuckDuckGo in einer Stellungnahme.
Siehe auch:
- Google ändert Suche: Größte Verschlechterung in 29-jähriger Geschichte
- Google gegen Website-Betreiber: KI-Übersicht in der Suche noch größer
- Google Suche, Discover und News: Neue Optionen für Personalisierung
- Nach 28 Jahren: Google schmeißt Such-Button von der Startseite - für KI
- In eigener Sache: Mehr WinFuture in der Google-Suche - So geht's
Thema:
Roland QuandtRedakteur für Smartphones & Leaks
Seine Vorabberichte zu neuen Smartphones greifen Tech-Medien in aller Welt auf. Schwerpunkte: Samsung Galaxy, Google Pixel, Prozessoren und Windows.
Das Google Pixel 8 im Preisvergleich
Beliebt im Preisvergleich
- Handys ohne Vertrag:
Android-Videos
- Xgimi unterstützt den Mobile-Beamer MoGo 4 mit viel Zubehör
- Lenovos neues Tablet-Flaggschiff: Yoga Tab Plus Gen 2 angeschaut
- Yoga Tab Gen 2: Lenovos neues Tablet mit starkem Display
- Pixel 11 Pro im Test: Google-Smartphone ist kein großer Sprung
- Google Pixel 11 (Pro), Fold & Watch 5 - Die neuen Geräte im Hands-on
Neue Android-Downloads
Beiträge aus dem Forum
Weiterführende Links
Neue Nachrichten
- Druck auf Disney erhöht sich: Verbraucherschutz fordert Entschädigung
- Exchange Server nach Update instabil, Outlook im Web nicht erreichbar
- Ohne menschliche Hilfe: KI-Agenten spielen Minecraft komplett durch
- Nächste FritzBox-Updates: Neue Labor-Version verbessert die Stabilität
- Ein 30 Jahre altes Geheimnis aus Super Mario 64 wurde nun gelöst
- US-Präsident Trump prahlt: "Google küsst jetzt meinen Hintern"
- Soll neue Wege öffnen: Exotische Form der Supraleitung entdeckt
❤ WinFuture unterstützen
Sie wollen online einkaufen?
Dann nutzen Sie bitte einen der folgenden Links,
um WinFuture zu unterstützen:
Vielen Dank!
Alle Kommentare zu dieser News anzeigen