Zen 6: AMD verkündet Start erster CPUs - Endanwender müssen warten
AMD läutet seine nächste Prozessor-Generation ein. Ende Juli starten die ersten Epyc-Chips mit Zen-6-Architektur für Server unter dem Codenamen "Venice". Endkunden müssen sich in Geduld üben, da Desktop-Varianten wohl erst deutlich später erscheinen.
Die neuen Chips für Server und KI-Rechenzentren fertigt TSMC in einem Verfahren mit einer Strukturbreite von zwei Nanometern. Damit ist Venice der erste Hochleistungsprozessor, der das anspruchsvolle Verfahren nutzt. Die Fertigung läuft bereits in Taiwan. Teile zukünftiger Produktionen sind auch in neuen Anlagen in Arizona geplant. Das Flaggschiff der Reihe bietet bis zu 256 Kerne. Das entspricht einer Steigerung von 33 Prozent gegenüber der aktuellen Turin-Generation.
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Die Prozessoren nutzen zudem den neuen SP7-Sockel. Der Anschluss unterstützt 16-Kanal-Speicher mit einer Bandbreite von bis zu 1,6 Terabyte pro Sekunde. Zudem kommt PCIe 6.0 zum Einsatz. Das soll die Kommunikation zwischen Hauptprozessor und Beschleunigerkarten deutlich verbessern. Innerhalb der Server-Racks vom Typ Helios arbeiten die CPUs direkt mit den neuen Grafikchips Instinct MI455 zusammen.
Historisch gesehen ist eine solche Priorisierung nicht neu. AMD hat bereits bei vergangenen Generationen die lukrativen Geschäftskunden bevorzugt beliefert, da die Margen im Server-Bereich deutlich höher ausfallen. Zudem erfordert die Validierung von Plattformen für Endkunden mit unzähligen Kombinationen aus Mainboards und Arbeitsspeicher meist mehr Zeit. Daher konzentrieren sich die Hardware-Ingenieure auch dieses Mal wieder zuerst auf die geschlossene Server-Infrastruktur.
Wartet ihr bereits auf Zen 6 und werdet euer System mit einem entsprechenden Prozessor aufrüsten? Teilt eure Gedanken und Erwartungen zur neuen Architektur gerne unten in den Kommentaren mit uns.
Siehe auch:
- AMD wird die ersten Zen-6-CPUs für Server bereits im Juli 2026 vorstellen
- Die Venice-Chips werden im fortschrittlichen 2nm-Verfahren gefertigt
- Das Flaggschiff der Serverprozessoren bietet bis zu 256 Rechenkerne
- Die Plattform nutzt den neuen SP7-Sockel und unterstützt PCIe 6.0
- Desktop-CPUs für Heimanwender erscheinen voraussichtlich erst 2027
- AMD priorisiert das lukrative Server-Segment wegen der höheren Margen
Startschuss für Zen-6-Prozessoren
Bisher gab es vor allem Leaks und Gerüchte zu AMDs kommenden Zen-6-Desktop-CPUs. Die Olympic-Ridge-Prozessoren sollen demnach mit bis zu 24 Kernen und 7 GHz erscheinen. Wie der Chiphersteller jetzt verkündet hat, werden die ersten Zen-6-Chips schon in wenigen Wochen vorgestellt. Allerdings handelt es sich dabei nicht um Varianten für Endkunden, sondern um die neuen Epyc-Server-Prozessoren mit dem Namen "Venice". Das Unternehmen wird die CPUs am 22. und 23. Juli auf dem Event "Advancing AI 2026" in San Francisco präsentieren, wie CTO Mark Papermaster in einem Interview mit The Cube auf YouTube bestätigte.Die neuen Chips für Server und KI-Rechenzentren fertigt TSMC in einem Verfahren mit einer Strukturbreite von zwei Nanometern. Damit ist Venice der erste Hochleistungsprozessor, der das anspruchsvolle Verfahren nutzt. Die Fertigung läuft bereits in Taiwan. Teile zukünftiger Produktionen sind auch in neuen Anlagen in Arizona geplant. Das Flaggschiff der Reihe bietet bis zu 256 Kerne. Das entspricht einer Steigerung von 33 Prozent gegenüber der aktuellen Turin-Generation.
Auf YouTube ansehenDie Prozessoren nutzen zudem den neuen SP7-Sockel. Der Anschluss unterstützt 16-Kanal-Speicher mit einer Bandbreite von bis zu 1,6 Terabyte pro Sekunde. Zudem kommt PCIe 6.0 zum Einsatz. Das soll die Kommunikation zwischen Hauptprozessor und Beschleunigerkarten deutlich verbessern. Innerhalb der Server-Racks vom Typ Helios arbeiten die CPUs direkt mit den neuen Grafikchips Instinct MI455 zusammen.
Fokus auf Server
Für Endkunden bringt das aktuelle Vorgehen spürbare Wartezeiten mit sich. Während der Markt für Server mit einer Leistungssteigerung von über 70 Prozent bedient wird, gehen Heimanwender vorerst leer aus. Bereits auf der Computex 2026 gab es keine Neuigkeiten für den Desktop-Bereich. Nach Verzögerungen wird mittlerweile mit einer Vorstellung der Zen-6-Desktop-CPUs für Endkunden frühestens zur CES 2027 gerechnet.Historisch gesehen ist eine solche Priorisierung nicht neu. AMD hat bereits bei vergangenen Generationen die lukrativen Geschäftskunden bevorzugt beliefert, da die Margen im Server-Bereich deutlich höher ausfallen. Zudem erfordert die Validierung von Plattformen für Endkunden mit unzähligen Kombinationen aus Mainboards und Arbeitsspeicher meist mehr Zeit. Daher konzentrieren sich die Hardware-Ingenieure auch dieses Mal wieder zuerst auf die geschlossene Server-Infrastruktur.
Wartet ihr bereits auf Zen 6 und werdet euer System mit einem entsprechenden Prozessor aufrüsten? Teilt eure Gedanken und Erwartungen zur neuen Architektur gerne unten in den Kommentaren mit uns.
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Felix KrauthRedakteur für Windows & Hardware
War Game Designer, bevor er Journalist wurde, und testet Spiele bis heute selbst. Sein Spektrum reicht von der FritzBox über Windows 11 und Apple bis zu Gaming.
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