AMD Ryzen 9 9950X3D2: CPU bricht mehrere Benchmark-Weltrekorde
Der AMD Ryzen 9 9950X3D2 mit dualem 3D-V-Cache blieb in ersten Tests hinter den Erwartungen zurück. Abseits des Alltagsbetriebs zeigt der Prozessor jedoch sein Leistungspotenzial. Übertakter stellten mit der CPU jetzt mehrere Benchmark-Weltrekorde auf.
So ist es zwei Akteuren der Overclocking-Szene gelungen, den Chip auf 6,7 Gigahertz zu beschleunigen und drei neue Benchmark-Weltrekorde für Prozessoren mit 16 Kernen aufzustellen.
AMD stapelt beim 9950X3D2 erstmals auf beiden CCDs zusätzliche Speicherbausteine, was die Gesamtkapazität des L3-Caches deutlich erhöht. Die Fertigung solcher Prozessoren ist technisch anspruchsvoll und erschwert die Wärmeabfuhr. Um Taktraten von weit über sechs Gigahertz zu erreichen, nutzten die Experten extreme Kühlmethoden.
Zum Einsatz kam flüssiger Stickstoff, der bei minus 196 Grad Celsius siedet. Herkömmliche Luft- oder Wasserkühlungen können die enorme Abwärme bei derart hohen Kernspannungen nicht mehr abführen.
Das Motherboard ist damit speziell für Extrem-Szenarien konzipiert und bietet erweiterte Optionen zur Anpassung. Die Übertakter stimmten Parameter wie die Spannung und den Multiplikator präzise ab, um das System stabil zu halten. Folgende Rekorde wurden laut Herstellerangaben auf diesem Weg erzielt:
Schon das verwendete Mainboard schlägt mit rund 450 Euro zu Buche. Wer eine CPU für Videospiele sucht, fährt zudem mit günstigeren Alternativen wie dem Ryzen 7 9800X3D deutlich besser. Der hohe Aufpreis für den 9950X3D2 steht momentan in einem ungünstigen Verhältnis zur gebotenen Mehrleistung. Zwar zeigen die neuen Rekorde, was in dem Chip steckt, solche Overclocking-Versuche bleiben jedoch eine reine Machbarkeitsstudie für Hardware-Enthusiasten.
Extremes Übertakten fasziniert, auch wenn die Ergebnisse für den Alltag irrelevant sind. Habt ihr euch schon an das Limit eurer Hardware gewagt? Teilt eure Erfahrungen in den Kommentaren!
Siehe auch:
AMD-CPU bricht Weltrekorde
Der gerade erschienene AMD Ryzen 9 9950X3D2 sorgte bei Kunden zunächst für Ernüchterung. Der erste Desktop-Prozessor mit dualem 3D-V-Cache konnte in Tests keinen nennenswerten Vorsprung gegenüber günstigeren Modellen aufbauen. Abseits des normalen Alltagsbetriebs zeigt die Architektur jedoch ein hohes Leistungspotenzial.So ist es zwei Akteuren der Overclocking-Szene gelungen, den Chip auf 6,7 Gigahertz zu beschleunigen und drei neue Benchmark-Weltrekorde für Prozessoren mit 16 Kernen aufzustellen.
AMD stapelt beim 9950X3D2 erstmals auf beiden CCDs zusätzliche Speicherbausteine, was die Gesamtkapazität des L3-Caches deutlich erhöht. Die Fertigung solcher Prozessoren ist technisch anspruchsvoll und erschwert die Wärmeabfuhr. Um Taktraten von weit über sechs Gigahertz zu erreichen, nutzten die Experten extreme Kühlmethoden.
Zum Einsatz kam flüssiger Stickstoff, der bei minus 196 Grad Celsius siedet. Herkömmliche Luft- oder Wasserkühlungen können die enorme Abwärme bei derart hohen Kernspannungen nicht mehr abführen.
ASRock Mainboard als Basis für Rekorde
Wie ASRock auf seiner Webseite berichtet, diente das Mainboard X870E Taichi OCF als Grundlage für die Rekordversuche der Overclocker AKM und l0ud_sil3nc3. Das Board verfügt über ein 22+2+1-Phasen-Design für eine stabile Stromversorgung unter Extrembedingungen.Das Motherboard ist damit speziell für Extrem-Szenarien konzipiert und bietet erweiterte Optionen zur Anpassung. Die Übertakter stimmten Parameter wie die Spannung und den Multiplikator präzise ab, um das System stabil zu halten. Folgende Rekorde wurden laut Herstellerangaben auf diesem Weg erzielt:
- PCMark 10 Express: 14.475 Punkte bei 6,4 Gigahertz
- GPUPI v3.3 for CPU 100M: 1,133 Sekunden bei 6,7 Gigahertz
- GPUPI v3.3 for CPU 1B: 18,251 Sekunden bei 6,7 Gigahertz
Benchmark vs. Alltag
Darüber hinaus erreichten die Akteure in zwölf weiteren Benchmarks, darunter Cinebench und 7-Zip, Platzierungen in den weltweiten Top 10. Damit zeigt sich das Potenzial des Chips. Dennoch sind die Ergebnisse für Verbraucher praktisch irrelevant, da neben der Stickstoffkühlung auch die daneben verwendete Hardware kaum im Alltag zum Einsatz kommt und vergleichsweise teuer ist.Schon das verwendete Mainboard schlägt mit rund 450 Euro zu Buche. Wer eine CPU für Videospiele sucht, fährt zudem mit günstigeren Alternativen wie dem Ryzen 7 9800X3D deutlich besser. Der hohe Aufpreis für den 9950X3D2 steht momentan in einem ungünstigen Verhältnis zur gebotenen Mehrleistung. Zwar zeigen die neuen Rekorde, was in dem Chip steckt, solche Overclocking-Versuche bleiben jedoch eine reine Machbarkeitsstudie für Hardware-Enthusiasten.
Extremes Übertakten fasziniert, auch wenn die Ergebnisse für den Alltag irrelevant sind. Habt ihr euch schon an das Limit eurer Hardware gewagt? Teilt eure Erfahrungen in den Kommentaren!
Zusammenfassung
- Der AMD Ryzen 9 9950X3D2 ist der erste Chip mit dualem 3D-V-Cache
- In ersten Tests blieb der Prozessor hinter den Erwartungen zurück
- Übertakter erreichten mit flüssigem Stickstoff Taktraten von 6,7 GHz
- Das ASRock X870E Taichi OCF diente als Basis für Benchmarks
- 9950X3D2 stellt drei neue Weltrekorde in der 16-Kerne-Kategorie auf
- Zusätzlich wurden Top-10-Platzierungen in zwölf weiteren Benchmarks erzielt
- Für Alltagsnutzer lohnt sich der hohe Aufpreis vermutlich kaum
Siehe auch:
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