IEA: Neue Ära im globalen Energiesystem - angetrieben von Solarstrom

Die Welt hat nach Einschätzung der Internationalen Energieagentur (IEA) im Jahr 2025 eine neue energiepolitische Ära erreicht: Erstmals dominierte Solarenergie den Ausbau der Stromerzeugung gegenüber allen anderen Quellen.
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Massives Wachstum

Zugleich nahm der Übergang zu elektrischen Anwendungen deutlich an Fahrt auf. In ihrem aktuellen Bericht spricht die IEA daher vom Beginn eines "Zeitalters der Elektrizität", das die bisherige Ära der Verbrennung fossiler Energieträger ablöst.

Zentrale Triebkraft im globalen Energiesystem ist der rasante Ausbau der Photovoltaik. Mit einer Produktion von mehr als 2700 Terawattstunden hat sich die globale Solarstrommenge binnen drei Jahren mehr als verdoppelt. Allein 2025 deckte der Zuwachs an Solarenergie rund ein Viertel des weltweit steigenden Energiebedarfs und sogar über zwei Drittel des zusätzlichen Stromverbrauchs. Insgesamt stammt inzwischen mehr als acht Prozent des weltweit erzeugten Stroms aus Solaranlagen.


Parallel dazu wächst die Bedeutung von Strom im gesamten Energiesystem. Die Nachfrage nach Elektrizität stieg doppelt so schnell wie der Gesamtenergieverbrauch. Gründe sind unter anderem der Boom bei Elektrofahrzeugen - deren Verkäufe legten um fast 40 Prozent zu und machten bereits ein Viertel aller Neuwagen aus - sowie die zunehmende Verbreitung elektrischer Heizsysteme wie Wärmepumpen.

Ein weiterer entscheidender Faktor ist der Ausbau von Batteriespeichern. Ihre Kapazität wuchs binnen eines Jahres um 40 Prozent auf 110 Gigawatt. In Kombination mit günstiger Solarenergie tragen sie dazu bei, Schwankungen auszugleichen und die Abhängigkeit von fossilen Kraftwerken zu verringern.

Fossile stagnieren

Fossile Energieträger spielen zwar weiterhin eine große Rolle, ihr Wachstum bleibt jedoch begrenzt. Der Ölverbrauch stieg lediglich um 0,7 Prozent, deutlich weniger als im Durchschnitt der vergangenen Jahre. Erdgas legte um rund ein Prozent zu, vor allem wegen kälterer Witterung in vielen Regionen. Kohle verharrte nahezu auf Vorjahresniveau; in der Europäischen Union fiel ihr Anteil an der Stromerzeugung erstmals auf unter zehn Prozent.

Trotz dieser Fortschritte erreichten die energiebedingten CO₂-Emissionen erneut einen Höchststand, wuchsen jedoch nur um 0,4 Prozent. Das ist der geringste Anstieg seit Jahren. In China gingen die Emissionen sogar erstmals zurück, was auf den massiven Ausbau erneuerbarer Energien zurückgeführt wird. Die IEA sieht darin ein Signal, dass steigender Energiebedarf zunehmend ohne zusätzliche Emissionen gedeckt werden kann, was ein entscheidender Schritt im globalen Klimaschutz wäre.

Zusammenfassung
  • IEA sieht 2025 den Start einer neuen Ära mit Solarstrom als Treiber
  • Photovoltaik lieferte über 2700 TWh und verdoppelte sich in drei Jahren
  • Solarzubau deckte 2025 ein Viertel des Mehrbedarfs an Energie weltweit
  • Stromnachfrage wuchs doppelt so schnell wie der gesamte Energieverbrauch
  • Elektroautos plus Wärmepumpen treiben den Wechsel zu Stromanwendungen
  • Batteriespeicher legten 40 Prozent zu, fossiles Wachstum blieb gering
  • CO₂-Emissionen stiegen nur um 0,4 Prozent, in China sanken sie bereits

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