Wettbetrug: Google-Mitarbeiter scheffelt auf Polymarket 1,2 Mio. $

Ein Google-Entwickler nutzte geheime Unternehmensdaten, um auf der Krypto-Plattform Polymarket sichere Wetten zu platzieren. Der millionenschwere Betrug flog nun auf und führte zur Festnahme. Der Fall zeigt die Problematik hinter der Prognoseplattform auf.
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Millionenbetrug durch Google-Entwickler

Polymarket sorgt derzeit für einige Schlagzeilen. Die kontroverse Plattform, auf der man auf alles wetten kann, wie etwa Kriege, wurde zuletzt sogar in Spanien verboten. Jetzt wurde ein 36-jähriger Entwickler von Google in New York wegen Verdachts auf Überweisungsbetrug sowie Geldwäsche festgenommen. Der in Zürich tätige Italiener soll Insiderinformationen über seinen Arbeitgeber verwendet haben, um auf der Prognoseplattform Wetten abzuschließen.

Zwischen Oktober und Dezember 2025 platzierte der Angeklagte unter dem Pseudonym AlphaRaccoon gezielte Voraussagen. Er wettete darauf, welche Personen im Google-Jahresrückblick die vordersten Plätze belegen würden. Er setzte unter anderem auf den Sänger D4vd, dessen Siegchance auf der Plattform sehr gering war. Da der Angestellte das Ergebnis aber bereits kannte, erzielte er einen Gewinn von 1,2 Millionen US-Dollar (etwa 1 Million Euro).


Verwischte Spuren

Wie ABC News berichtet, nutzte der Mann ein für alle Mitarbeiter zugängliches internes Werkzeug. Google stufte das Verhalten als schweren Richtlinienverstoß ein und beurlaubte den Angestellten umgehend. Der Beschuldigte plädierte vor Gericht auf nicht schuldig und kam gegen eine Kaution von 2,25 Millionen US-Dollar (etwa 1,9 Millionen Euro) vorerst auf freien Fuß.

Um seine Spuren zu verwischen, löschte der Entwickler nach dem Gewinn sein Polymarket-Konto und verschob die Gewinne in Form von Kryptowährung aus seiner digitalen Brieftasche. Blockchain-Transaktionen sind jedoch öffentlich einsehbar, weshalb Beobachter schon früh einen Insider hinter dem Konto vermuteten. Die Trefferquote bei den unwahrscheinlichen Ereignissen war zu hoch, um auf reinem Zufall zu basieren.

Zweiter Fall von Insiderhandel

Der aktuelle Vorfall ist bereits der zweite Strafprozess rund um die Krypto-Plattform. Zuvor wurde ein US-Soldat angeklagt, der geheime Militärinformationen für Wetten auf politische Entwicklungen in Venezuela genutzt haben soll.

Ein US-Kongressausschuss untersucht daher aktuell, wie die Plattform ihre Nutzer überprüfen und illegalen Handel verhindern kann. Die Betreiber von Polymarket kooperieren nach eigenen Angaben eng mit den Ermittlungsbehörden. Inzwischen hat das Unternehmen die internen Richtlinien verschärft. Die Führungsebene kündigte technische Anpassungen an, um Auffälligkeiten bei Wetten zukünftig schneller zu erkennen und zu melden.

Was denkt ihr über digitale Prognosemärkte wie Polymarket und Kalshi? Teilt eure Meinung in den Kommentaren mit uns!

Zusammenfassung
  • Ein 36-jähriger Google-Entwickler wurde in New York wegen Betrugs verhaftet
  • Er nutzte interne Google-Daten für Insider-Wetten
  • Unter dem Pseudonym AlphaRaccoon gewann er 1,2 Millionen US-Dollar
  • Ein für alle Mitarbeiter zugängliches Werkzeug ermöglichte den Datenzugriff
  • Er löschte sein Polymarket-Konto und transferierte Gewinne in Kryptowährung
  • Polymarket hat seine Sicherheitsrichtlinien nach den Vorfällen verschärft
  • Es ist bereits der zweite Strafprozess gegen Nutzer der Plattform
  • Ein US-Kongressausschuss untersucht Polymarkets Nutzerüberprüfung

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