Ex-Top-Manager: Microsoft hat KI wie Internet und Mobile verschlafen
Wegen geringer Nutzerzahlen gerät die aktuelle KI-Strategie von Microsoft in die Kritik. Ein ehemaliger Manager zieht Parallelen zum verpassten Internet- und Smartphone-Boom. Interne Kritiker fordern bereits einen kompletten Neustart der Strategie.
Zahlen verdeutlichen das Problem: Von rund 450 Millionen Nutzern der Bürosoftware Microsoft 365 wählten bisher lediglich 15 Millionen ein kostenpflichtiges Copilot-Abonnement. Das entspricht einer Akzeptanzrate von 3,3 Prozent. Demgegenüber stehen Ausgaben für Künstliche Intelligenz in Höhe von schätzungsweise 37,5 Milliarden Dollar (etwa 32 Milliarden Euro) pro Quartal. Dazu kommt, dass Hardware-Hersteller unzufrieden sind, da sinnvolle Anwendungsszenarien für verbaute KI-Prozessoren in Windows fehlen.
Wie Windows Latest berichtet, führt die aktuelle Lage zu Spannungen im Unternehmen. Velloso spricht von einem notwendigen internen Neustart. Diese Unruhe hat auch personelle Folgen: In den vergangenen Monaten verließen bereits mehrere hochrangige Führungskräfte aus Abteilungen wie Xbox und GitHub den Konzern.
Trotz der Kritik sieht Velloso auch Positives bei Microsoft und verweist etwa auf die starke Marktposition im Unternehmenssektor. Die tiefe Integration von Diensten wie Active Directory und Office in bestehende IT-Infrastrukturen bildet einen robusten Schutzwall gegen Mitbewerber. Ein vollständiger Austausch der Systeme durch neue KI-Startups wäre in der Praxis äußerst komplex. Langjährige Beziehungen zu Geschäftskunden sind zudem ein Vorteil, den neue Marktteilnehmer nicht so schnell aufholen können.
Die aktuellen Herausforderungen scheinen allerdings auch ein Umdenken in der Führungsebene bewirkt zu haben. Die Entwickler von Windows 11 konzentrieren sich wieder auf Kernfunktionen und setzen langjährige Nutzerwünsche um. Dazu gehören Verbesserungen an der Taskleiste und dem Startmenü sowie die Abkehr von unbeliebten Web-App-Integrationen.
Nutzt ihr bereits KI-Funktionen in Windows oder Office aktiv in eurem Alltag? Teilt eure Erfahrungen und Meinungen gerne unten in den Kommentaren mit uns!
Siehe auch:
Microsofts KI-Strategie in der Kritik
Der ehemalige Microsoft-Manager Mat Velloso äußert Bedenken an der aktuellen Ausrichtung seines früheren Arbeitgebers im Bereich der Künstlichen Intelligenz. Der heutige Meta-Mitarbeiter zieht Parallelen zu vergangenen Fehltritten des Konzerns bei der Entwicklung des Internets sowie mobiler Endgeräte. Trotz massiver Investitionen in Produkte wie Copilot bleibt der erhoffte Erfolg bei den Endanwendern bislang aus - und es sieht nicht danach aus, als würde sich das bald ändern.Zahlen verdeutlichen das Problem: Von rund 450 Millionen Nutzern der Bürosoftware Microsoft 365 wählten bisher lediglich 15 Millionen ein kostenpflichtiges Copilot-Abonnement. Das entspricht einer Akzeptanzrate von 3,3 Prozent. Demgegenüber stehen Ausgaben für Künstliche Intelligenz in Höhe von schätzungsweise 37,5 Milliarden Dollar (etwa 32 Milliarden Euro) pro Quartal. Dazu kommt, dass Hardware-Hersteller unzufrieden sind, da sinnvolle Anwendungsszenarien für verbaute KI-Prozessoren in Windows fehlen.
Copilot auf Windows 11: Werbung für den "Computer zum Sprechen"
Wie Windows Latest berichtet, führt die aktuelle Lage zu Spannungen im Unternehmen. Velloso spricht von einem notwendigen internen Neustart. Diese Unruhe hat auch personelle Folgen: In den vergangenen Monaten verließen bereits mehrere hochrangige Führungskräfte aus Abteilungen wie Xbox und GitHub den Konzern.
OpenAI als neuer Konkurrent
Zusätzlicher Druck entsteht durch den engsten Partner des Unternehmens. OpenAI baut mit einer Investition von vier Milliarden Dollar (etwa drei Milliarden Euro) eine eigene Abteilung für Geschäftskunden auf. Rund 150 Entwickler sollen künftig direkt mit Großunternehmen zusammenarbeiten, um maßgeschneiderte KI-Lösungen zu implementieren. Damit tritt OpenAI in direkte Konkurrenz zum Beratungsgeschäft von Microsoft Azure und umgeht den bisherigen Mittelsmann.Trotz der Kritik sieht Velloso auch Positives bei Microsoft und verweist etwa auf die starke Marktposition im Unternehmenssektor. Die tiefe Integration von Diensten wie Active Directory und Office in bestehende IT-Infrastrukturen bildet einen robusten Schutzwall gegen Mitbewerber. Ein vollständiger Austausch der Systeme durch neue KI-Startups wäre in der Praxis äußerst komplex. Langjährige Beziehungen zu Geschäftskunden sind zudem ein Vorteil, den neue Marktteilnehmer nicht so schnell aufholen können.
Die aktuellen Herausforderungen scheinen allerdings auch ein Umdenken in der Führungsebene bewirkt zu haben. Die Entwickler von Windows 11 konzentrieren sich wieder auf Kernfunktionen und setzen langjährige Nutzerwünsche um. Dazu gehören Verbesserungen an der Taskleiste und dem Startmenü sowie die Abkehr von unbeliebten Web-App-Integrationen.
Nutzt ihr bereits KI-Funktionen in Windows oder Office aktiv in eurem Alltag? Teilt eure Erfahrungen und Meinungen gerne unten in den Kommentaren mit uns!
Zusammenfassung
- Ex-Manager Mat Velloso kritisiert die aktuelle KI-Strategie von Microsoft
- Bisher abonnierten nur 3,3 Prozent der Office-Nutzer den Dienst Copilot
- Hardware-Hersteller vermissen sinnvolle Nutzszenarien für KI-Prozessoren
- OpenAI wird durch eine eigene Business-Abteilung zum direkten Konkurrenten
- Die tiefe Integration von Office schützt Microsoft vor neuen Mitbewerbern
- Windows 11 fokussiert sich nun wieder stärker auf beliebte Kernfunktionen
Siehe auch:
- Microsoft hat alte Windows-Schwachstelle wohl nie geschlossen
- Microsoft geht hart gegen schlechte Windows-Treiber vor
- Microsoft startet neue dynamische Updates für Windows 11, 10 & Server
- Xbox wird XBOX: Microsoft "ändert" Namen der Gaming-Marke
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